 SIMON LE RUEZ arbeitet mit einer Vielzahl von Medien, vornehmlich Skulptur, Installation, Video und Zeichnung. Seine künstlerische Praxis zelebriert das Konzept der inhärenten Grenzüberschreitung - sowohl einer Idee als auch eines ausgewählten Mediums. Die Arbeit "L’Entrée des Groites" (2010) ist Ausdruck dieses Bestrebens: eine schwarzweiß-Postkarte, die drei Männer vor dem Eingang einer Höhle zeigt, wurde von Le Ruez teilweise mit dunkelroter Acryl- farbe übermalt. Für den Künstler verleiht diese Form der Aneignung dem Werk gleichzeitig bildhauer- isches, filmisches und malerisches Potential. Auch andere Werke der Ausstellung folgen diesem Prinzip. Großformatige Bodenarbeiten aus Papier funktio- nieren wie dreidimensionale Zeichnungen mit feinen Linien aus Garn, Glaskugeln und Schaumstoffbällen, und lassen sowohl landschaftliche wie auch mensch- liche Formen anklingen. Sie spielen mit einer Ästhetik, die das Augenmerk des Betrachters auf die ihnen inneliegenden materiellen Eigenschaften und deren Subversion lenkt. Das auf den ersten Blick stark reduzierte Werk baut eine Spannung auf und gibt den Weg frei für die Reflexion der komplexen thematischen Ebenen, die es in sich trägt.
Simon Le Ruez ist Stipendiat des Arts Council England, Lottery funded, im Rahmen des Internationalen Atelierprogramms.
Simon Le Ruez - "As Poison Leaks Away"
20. August - 5. September 2010
Dienstag - Sonntag, 14 - 19 Uhr
Eröffnung: Donnerstag, 19. August 2010, ab 19 Uhr
Ausstellungsräume Kottbusser Straße 10 |
 YOBA VALOMBOLAs Kunst thematisiert die Gesellschaft, aus der er stammt. Elemente seiner Arbeiten sind Bilder, Symbole und Zeichen, die er einer Vielzahl von Kontexten entnimmt: persönliche Erfahrung, Erinnerungen und Fantasie ebenso wie Poesie und Musik oder alltägliche Ereignisse. In der afrikanischen Kunst ist es gängige Praxis, mit Symbolen, Zeichen, Buchstaben und Zahlen zu arbeiten, da die künstlerischen Werke zumeist Alltagsgeschichten und gesellschaftliche Vorstell- ungen thematisieren. Valombolas Arbeit greift diese Themen unter Verwendung so unterschiedlicher Medien wie Siebdruck, Malerei und Zeichnung auf. "Seit Anbeginn der Zeit war die in der westlichen Welt weithin als Kunst bekannte Kreativität dazu da, der spirituellen Welt zu dienen und ihr Ausdruck zu verleihen. Kreativität (Kunst) war die einzige Möglichkeit der Menschheit, sich auszudrücken oder mit der spirituellen Welt in Kontakt zu treten. Meine Schöpfungen sind von meiner Sicht auf die Welt, meinen Erfahrungen und Erlebnissen bis zum heutigen Tag beeinflusst. Während ich für jedes Werk verschiedene Materialien und Prozesse nutze, ist meine Methodik immer gleichbleibend." (Y. Valombola, 2010)
Yoba Valombola ist Stipendiat der p.art.ners Berlin-Windhoek gGmbH im Rahmen des Internationalen Atelierprogramms.
Yoba Valombola - "Exhitain"
20. August - 5. September 2010
Dienstag - Sonntag, 14 - 19 Uhr
Eröffnung: Donnerstag, 19. August 2010, ab 19 Uhr
Ausstellungsräume Kottbusser Straße 10
Mit einer musikalischen Performance von Carl Beleites
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ZUSPIEL / Jasper Sebastian Stürup | + |
 Mit Beginn der Nutzung der neuen Ausstellungsräume hat Christoph Tannert, Geschäftsführer und Projektleiter Bildende Kunst, ein neues, naheliegendes Ausstellungsreihenformat entwickelt, durch das die Ausstellungsbeiträge der Gäste des Internationalen Atelierprogramms des Künstlerhauses in direkte Blickverbindung mit aktuellen Positionen gebracht werden sollen, die nicht Teil der Künstler-Community des Künstlerhauses sind.
Unter dem Titel ZUSPIEL visualisieren sich Austauschbeziehungen mit Künstlern, Kuratoren und Nominatoren, die die Ideen und Themen der Gastkünstler des Künstlerhauses aufnehmen und weitertragen.
Aktueller ZUSPIEL-Künstler ist JASPER SEBASTIAN STÜRUP. Seine Arbeiten - vornehmlich Zeichnungen, aber auch Fotos, Videos und Objekte - schöpfen ihr Material aus dem gigantischen allgegenwärtigen Fundus von Popkultur, Film, Musik und Modemagazinen. Seine feinlinigen Blätter präsentieren dem Betrachter Figuren und Figurenreste zwischen An- und Ab- wesenheit, zwischen Motiv und Abstraktion. Stürups durchweg gesichtslosen Gestalten scheinen oft wie umzingelt und gefangen in den ornamentalen Lineaturen, die der Künstler um sie webt wie eine Spinne ihr Netz.
Jasper Sebastian Stürup, geboren 1969 in Frederiksberg, Dänemark, lebt und arbeitet in New York.
Jasper Sebastan Stürup / ausgewählt von Jan-Philipp Frühsorge
20. August - 5. September 2010
Dienstag - Sonntag, 14 - 19 Uhr
Eröffnung: Donnerstag, 19. August 2010, ab 19 Uhr
Ausstellungsräume Kottbusser Straße 10
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 CHUA CHYE TECK ist ein passionierter Sammler von Bildern, Erinnerungen und Räumen. Er fotografiert das Sichtbare, um damit auf das nicht Sichtbare zu verweisen. Seine Arbeit ist inspiriert vom Spannungsfeld zwischen den räumlichen und sozialen Beziehungen innerhalb eines bestimmten, meist urbanen Umfelds.
Es geht dem Künstler um die Menschen, ihre Aktionen im Hinblick auf den Raum, den sie einnehmen, bewohnen oder auch nur kurz durchqueren. In seinen Berliner Bildern illustriert Teck die Lebendigkeit der Stadt und zeigt auf, dass Leben uns überall umgibt – sogar an Orten, an denen sich Menschen oder andere Lebewesen nicht aufhalten. Der Atem der Geschichte, der hier vielerorts zu spüren ist und die alltäglichen kleinen 'Hinterlassenschaften' menschlicher Aktionen fügen sich für den Künstler zum Eindruck eines aktiven "Bewohntseins" der Stadt. All dies variiert über verschiedene Kulturen und Kontinente hinweg, und so hat Chua Chye Teck es sich zur Aufgabe gemacht, in seinen Fotografien Parallelen und Unterschiede herauszuarbeiten und Einzigartiges sichtbar zu machen.
Mit den über 30 Aufnahmen der "City Landscape"-Serie, die im Künstlerhaus präsentiert werden, lehrt Chua Chye Teck den Betrachter, dass Alltägliches voller Überraschungen und Humor sein kann und ermöglicht ihm einen flüchtigen Einblick hinter die nur scheinbar starre Fassade der Stadt.
Chua Chye Teck ist Stipendiat des National Arts Council, Singapur, im Rahmen des Internationalen Atelierprogramms.
Chua Chye Teck - "City Landscape"
23. Juli - 8. August 2010
Dienstag - Sonntag, 14 - 19 Uhr
Eröffnung: Donnerstag, 22. Juli 2010, ab 19 Uhr
Ausstellungsräume Kottbusser Straße 10 |
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