KÜNSTLERHAUS

BETHANIEN

Künstler*innen

Daniel Lie

Indonesien, Brasilien

Daniel Lie, Quing, 2019, installation, pink oyster mushroom (Pleurotus salmoneo-stramineus), winter oyster mushroom (Pleurotus ostreatus), unnamed entities, turmeric and linseed gel paint, ceramic jars with rice, water and sugar, natural fibre rope, plastic sack, cotton fabri, bio digestion heater, copper pipe, mechanical pipe system, water, dimensions variable. Installation view, The Negative Years at Jupiter Artland, Scotland, U.K. Courtesy the artist and Jupiter Artland Foundation. Photo: Ruth Clark

In Daniel Lies künstlerischer Praxis ist Zeit der zentrale Faktor: Persönliche Erinnerungen und Familiengeschichten, kulturelle Objekte und Erzeugnisse der Natur, die in der Welt lange Zeiträume überdauern und Erinnerungen in sich tragen, bilden den Kern der künstlerischen Auseinandersetzung. Im Verhältnis zu der Dauer einer Lebenszeit ist das Werk Daniel Lies vor allem inspiriert von Entwicklungsprozessen und den Übergängen von einem Zustand in einen anderen. In Installationen, Skulpturen und durch die Verknüpfung unterschiedlicher Medien verweisen die Bezugsobjekte auf ihre performativen Eigenschaften – Zeit, Vergänglichkeit und Präsenz. Um diese drei Aspekte zu thematisieren, schafft Lie Installationen, in denen organische Elemente, wie zum Beispiel alternde Materie, wachsende Pflanzen oder Pilze zu Hauptcharakteren werden und ihre eigene Zeitlichkeit performen. Lie beschäftigt sich dabei mit den Spannungen zwischen binären Denkstrukturen wie Wissenschaft und Religion, Herkunft und Gegenwart, Fäulnis und Frische, Leben und Tod und versucht diese aufzubrechen.

Daniel Lie ist gender-neutrale indonesisch-brasilianische Künstler*in. Lie wurde in Sao Paulo geboren und lebt derzeit in Berlin.

AUFENTHALT
12.10.2020 – 15.08.2021

WEBSEITE
liedaniel.com.br

Stipendianten
der KfW Stiftung