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Lucas Lenglet

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The use of violence in an institutionalised form is more or less widely accepted as a way to reach certain goals. This kind of violence asks for tight organisation and consequently has its own, clear aesthetics. The same violence on an individual level, however, is taboo and hence not accepted. I think of it as an expression of – or a reaction on – aggression as a self-evident part of life. I believe there is a parallel between the organisation and the involved aesthetics of the strategies I use to reach certain goals, and the institutionalised ones. By combining the violence, in a formal way, with the designed ideal space, I use the most powerful elements at my disposal.
Designing the space around me is a way of creating quietness and an ideal situation in the pursuit of my goals. An ideal space has certain dimensions, a colour, a light situation and a layout that makes it the most suitable for me at a given moment. Most of my works are strategies. They are spatial reflections on how to position myself in relation to art (art history, the art world), the outside world and myself again. My works are bases of operation, shelters, hideouts or objects that belong to such places. They are closed places of presentation where the archaeology of (possible) action or an incident is shown.

Lucas Lenglet
 
Lucas Lenglet
* 1972
in Leiden (Niederlande/Netherlands)

lebt in Amsterdam / lives in Amsterdam

Der Gebrauch von Gewalt in institutionalisierter Form wird für bestimmte Zwecke mehr oder weniger allgemein akzeptiert. Diese Art der Gewalt bedingt eine straffe Organisation und besitzt demzufolge ihre eigene, klare Ästhetik. Die gleiche Gewalt auf einer individuellen Ebene ist jedoch tabu und folglich nicht akzeptiert. Ich sehe dies als Ausdruck von oder eine Reaktion auf Aggression als selbstverständlicher Teil des Lebens. Ich denke, es existiert eine Parallele zwischen der Organisation und der damit verbundenen Ästhetik der Strategien, die ich zu bestimmten Zwecken benutze, und der institutionellen Ästhetik. Indem ich die Gewalt auf formalisierte Art und Weise mit dem geschaffenen idealen Raum kombiniere, benutze ich die kraftvollsten der mir zur Verfügung stehenden Elemente.
Den Raum um mich herum zu gestalten ist eine Methode, um Ruhe und eine ideale Situation für die von mir verfolgten Ziele zu schaffen. Ein idealer Raum hat eine bestimmte Größe, Farbe, Lichtsituation und Aufteilung, die bewirken, dass er der am besten geeignete Raum für mich zu einem bestimmten Zeitpunkt ist. Die meisten meiner Arbeiten sind Strategien. Sie sind räumliche Überlegungen dazu, wie ich mich der Kunst (-geschichte, -welt), der Außenwelt und mir selbst gegenüber positioniere. Meine Werke sind Arbeitsbasis, Unterschlupf, Versteck, oder Objekte, die solchen Orten angehören. Sie sind geschlossene Orte der Präsentation, in denen die Archäologie einer (möglichen) Handlung oder eines Zwischenfalls ausgestellt wird.

Lucas Lenglet





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22.07.2010
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22.07.2010
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