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Erla S. Haraldsdóttir

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More than five years ago, Erla S. Haraldsdóttir started using images of everyday environments, which she transformed in order to disrupt the public's perception and eventually get it to reflect on the possibility of an alternative reality. How would spectators react to the possibility of having an oriental bazaar in the centre of Reykjavik, which until recently was quite homogenous as a community? From one exhibition to another, Haraldsdóttir gave different publics the opportunity of experiencing a drastic change in their most common surroundings, thereby confronting them with such volatile issues as tolerance towards the other or simply alternative environmental realities.
Recently the development of this concept has led her to create environments where a well-known neighbourhood such as Kreuzberg or Alexanderplatz in Berlin is turned into an animated scenery, in which authentically filmed people operate. An intermediate stage were her strip cartoon sketches Monday Stories (2003), shown at the Centre culturel du Mexique in Paris. Drawn from her immediate experience of daily life in Reykjavik, these graphite renderings (containing occasional collage elements) of incidents that she first records on video and tape, question if there is a difference between the artistic rendering of real life and the non-artistic documentation of it.

Halldór Björn Runólfsson
 
Erla S. Haraldsdóttir
* 1967
in Reykjavik (Island/Iceland)

lebt in Berlin / lives in Berlin

Vor über fünf Jahren begann Erla S. Haraldsdóttir damit, Bilder ihres alltäglichen Umfelds zu benutzen, die sie mit dem Ziel umwandelte, die gewohnten Wahrnehmungsmuster des Publikums zu durchkreuzen und es letztlich dazu zu bringen, über die Möglichkeit einer alternativen Wirklichkeit nachzudenken. Wie würden Zuschauer auf die mögliche Präsenz eines orientalischen Bazars im Herzen Reykjaviks reagieren, einer bis vor kurzem noch sehr homogenen Gemeinschaft? Von einer Ausstellung zur nächsten gab Haraldsdóttir unterschiedlichen Zuschauerkreisen die Möglichkeit, drastische Veränderungen in wohl vertrauten Umgebungen zu erfahren. Hierbei konfrontierte sie die Zuschauer mit solch explosiven Themen wie Toleranz anderen gegenüber oder einfach nur mit alternativen Wirklichkeiten in ihrem jeweiligen Umfeld. Jüngst hat die Weiterentwicklung dieses Konzepts die Künstlerin dazu geführt, Umgebungen zu schaffen, in denen wohlbekannte Gegenden wie Kreuzberg oder der Alexanderplatz in Berlin in animierte Landschaften verwandelt werden, in denen sich authentisch gefilmte Menschen bewegen. Eine Zwischenetappe bilden ihre gezeichneten Comicstrips, Monday Stories (2003), die sie im Centre culturel du Mexique in Paris ausstellte. Auf ihren unmittelbaren Erfahrungen im täglichen Leben Reykjaviks basierend, fragen diese gelegentlich von Collage-Elementen ergänzten Graphitzeichnungen von Ereignissen, die sie zuerst auf Video und Tonband festhält, ob ein Unterschied zwischen der künstlerischen Abbildung und der nicht-künstlerischen Dokumentation wirklichen Lebens besteht.

Halldór Björn Runólfsson





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