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Takahiro Suzuki

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I write the word "IKIRO", which means, "to be alive". I have been writing it every day since 1997, as a project shown in many places around the world, both in museums and on the street. Initially I merely wanted to express myself in public space by staging an installation art piece using my body. After my first performance I realized that writing the word "IKIRO" had somehow become my means of expression, so I decided to continue writing it as an ongoing project. As I developed this project, it gradually changed, though I never ceased to write the same word. Among others, I put up boxes in an exhibition in order to collect money, half of which was used for the project, the rest being donated to refugees in the world. I always try to make not "just" a contemporary artwork, but something spiritual as well. Sometimes writing "IKIRO" seems to make no sense in a practical way, but I believe my action stands for "what art is and (even) why we live here". I also believe I make these actions for people living in the future. Writing "IKIRO" has become my lifestyle and philosophy. In the near future I intend to make this project a permanent artwork including my body – knowing, of course, that it cannot be permanent because I will die some day.

Takahiro Suzuki
 
Takahiro Suzuki
* 1967
in Osaka, Japan

lebt in Osaka / lives in Osaka

Ich schreibe das Wort "IKIRO", was so viel bedeutet wie "leben". Seit 1997 schreibe ich es jeden Tag im Rahmen eines Projekts, welches an verschiedenen Orten auf der Welt stattgefunden hat, sowohl in Museen als auch im öffentlichen Raum. Anfangs wollte ich mich anhand einer Installation im öffentlichen Raum selbst inszenieren. Nach meiner ersten Performance wurde mir klar, dass das Schreiben des Worts "IKIRO" in gewisser Weise zu meiner persönlichen Ausdrucksform geworden war, weshalb ich entschied, es zu einem fortwährenden Projekt werden zu lassen. Seit ich an diesem Projekt arbeite, hat es sich progressiv entwickelt, obwohl ich nie aufgehört habe, das gleiche Wort zu benutzen. So habe ich unter anderem anlässlich einer Ausstellung eine Sammelaktion veranstaltet, deren Erlös je zur Hälfte in das Projekt floss und an hilfsbedürftige Flüchtlinge ging. Ich versuche stets, nicht "nur" ein zeitgenössisches Kunstwerk herzustellen, sondern auch eine spirituelle Ebene ins Spiel bringen. Manchmal scheint das Wort "IKIRO" keinen praktischen Nutzen zu haben, aber ich bin der Meinung, dass meine Arbeit für das stellvertretend ist, "was Kunst ist und (sogar) weswegen wir hier leben". Ich glaube auch, dass meine Aktionen sich in erster Hinsicht an die Menschen der Zukunft richten. Das Schreiben des Worts "IKIRO" ist zu einem Lebensstil, einer Lebensauffassung geworden. In naher Zukunft habe ich vor, das Projekt zum permanenten Kunstwerk werden zu lassen, bei dem ich meinen Körper einsetze – wissend, dass es natürlich nicht fortwährend sein kann, da ich eines Tages sterben werde.

Takahiro Suzuki





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