 My works attempt to chart, through small deflections and exaggerations, the different spatial vectors that we inhabit and that inhabit us. The assumption is that space can be analysed into discrete identifiable components that fit into each other while forming functional or dysfunctional wholes. Space can be seen as an all-encompassing machine made of unstable components emanating from different historical periods and political strategies. My works attempt to disclose the role that the organisation of space has, together with that of time, in our constitution as subjects.
'Captor', for example, consisted of a plywood tunnel, gradually shrinking in size, ending in a glass capsule. The entrance of the tunnel coincided with one of the doors leading from the office space onto the exhibition space. All other doors connecting these two spaces were locked, so that the gallery was literally cut in two: people arriving at the gallery from the stairs were physically separated from those arriving with the elevator. Those who belonged to the former group would be able to go through the tunnel and enter the glass capsule from where they could look onto the exhibition space without, however, being able to access it. Those who belonged to the latter group could enter the exhibition space and look onto the exterior of the tunnel and the capsule without, however, being able to enter these.
Sancho Silva
Exhibition: 29.09 - 15.10.2006 | | Sancho Silva
* 1973
in Lissabon/Lisbon (Portugal)
lebt in Lissabon / lives in Lisbon
Meine Arbeiten versuchen anhand kleiner Ablenkungen und Übertreibungen die unterschiedlichen räumlichen Vektoren aufzuzeichnen, die wir bewohnen und die in uns wohnen. Ich gehe von der Annahme aus, dass Raum in Form von diskreten, identifizierbaren Komponenten untersucht werden kann, die ineinander greifen, indem sie funktionale oder funktionsgestörte Einheiten bilden. Raum kann als übergeordnete Maschine begriffen werden, die aus unstabilen Komponenten besteht, die wiederum aus unterschiedlichen historischen Zeitabschnitten und politischen Strategien herrühren. Meine Arbeiten versuchen, die Rolle aufzuzeigen, welche die Organisation des Raums zusammen mit jener der Zeit in unserer Konstitution als Subjekte spielt.
'Captor' bestand zum Beispiel aus einem Tunnel aus Sperrholz, der zunehmend kleiner wurde und in einer Glaskapsel endete. Der Eingang des Tunnels stimmte mit einer der Türen überein, die von den Büroräumen in den Ausstellungsraum führten. Alle anderen Türen, zwischen diesen beiden Räumen wurden verschlossen, so dass die Galerie regelrecht in zwei geteilt war: Jene Besucher, die über die Treppe in die Galerie gelangten, waren physisch von jenen anderen getrennt, die den Aufzug benutzten. Erstere waren in der Lage, durch den Tunnel hindurch zu schreiten und in die Glaskapsel zu gelangen, aus der heraus sie den Ausstellungsraum betrachten, aber nicht betreten konnten. Letztere hingegen gelangten in den Ausstellungsraum und sahen die Außenwände des Tunnels und die Kapsel, die sie aber nicht betreten konnten.
Sancho Silva
Ausstellung: 29.09 - 15.10.2006
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