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 Ausstellungen

Martin Skauen

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Martin Skauen konfrontiert die Betrachter seiner Zeichnungen und Animationsfilme mit wahrhaft apokalyptischen Szenarien. In seinen teils riesenhaften Formaten lässt er finstere Orte erstehen, die Schauplatz von Mord, Krieg und grausamen Ritualen sind. Skauens Bildsprache ist dabei ebenso den alptraumhaften Visionen eines Hieronymus Bosch wie der griechischen Mythologie oder zeitgenössischen sado-maso-Comics geschuldet. Die beunruhigenden Motive kreiert er mit Sarkasmus oder sehr schwarzem Humor, Erotik paart sich mit Gewalt oder deren latenter Präsenz. In den Bildern sieht man Märtyrerfiguren, Folterknechte, Perverse und Zwitterwesen, die vielfach interagieren, wobei die narrative ‘Szene’ jedoch stets rätselhaft bleibt und viele Deutungen zulässt. Seine filmischen Loops, die auf Basis der Zeichnungen entstehen, sind im Sinne “erweiterter Zeichnungen” zu verstehen: beide Formate bedingen und beeinflussen sich wechselseitig und unterstreichen das Interesse des Künstlers am Transitorischen.
Von Martin Skauens Bildern, ob statisch oder bewegt, geht eine eigentümliche, melancholische Faszination aus, die den Betrachter ganz in ihren Bann zieht. In Studio 2 zeigt der Künstler eine Auswahl neuerer Arbeiten.

Martin Skauen ist Stipendiat des Office for Contemporary Art Norway im Rahmen des Internationalen Atelierprogramms.
Martin Skauen - Servants Swept the Sand Smooth
19. September - 5. Oktober 2008, Studio 2
Eröffnung Donnerstag, 18. September 2008, ab 19 Uhr


An Te Liu

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An Te Lius raumgreifende Skulpturen und Installationen bestehen aus handelsüblichen elektrischen Geräten zur Luftreinigung und -befeuchtung. Im Ausstellungsraum neben- und übereinander gestapelt wirken sie mit ihrem schnörkellosen Design, den Luftschlitzen, Lamellen und den kühlen Weiß- und Grautönen der Gehäuse wie Modellbauten der architektonischen Moderne: funktionale Formen, mehr Licht und Luft und damit verbesserte Raumhygiene. Bezüge zum historischen Modernismus, dessen Formenrepertoire Liu nutzt, gehen in seinen Installationen fließend in fiktive Zukunftsszenarien über, wenn etwa eine Ansammlung von Luftfiltern und Ionisatoren auf einer Platte montiert im Raum schwebt, so dass sie wie eine futuristische Weltraumstadt oder eine Armada von Raumschiffen wirken, die zur Verteidigung der Galaxis gegen den Angriff der Killermikroben angetreten ist.
An Te Lius Projekt „Matter“ (2008) macht nun die in der Umgebungsluft befindlichen Schmutz- oder Staubteilchen zum Mittelpunkt einer filmischen Installation, die wie eine wissenschaftliche Versuchsanordnung wirkt: eine Kamera filmt die schwebenden Partikel; die Einzelbilder werden auf zwei große Flächen projiziert. Die Taktung der Projektionen ist jedoch unterschiedlich, so dass sich während der Dauer der Ausstellung eine immer größere Diskrepanz zwischen den Projektionen, aber auch dem Gefilmten und dessen einer Übertragung herausbildet, und damit auch eine Diskrepanz zwischen Realität und Bild, Glauben und Wissen entsteht. An Te Liu ist Stipendiat des Canada Council for the Arts, Ottawa, und der Botschaft von Kanada, Berlin im Rahmen des Internationalen Atelierprogramms.

An Te Liu - Matter
19. September - 5. Oktober 2008, Studio 3, Mi-So 14-19 Uhr
Eröffnung Donnerstag, 18. September 2008, ab 19 Uhr


PjöngjangPjöngjang

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"Auch im Jahr Juche 97, das anderswo 2008 heißt, scheint Nordkorea wie von einem anderen Stern. Der 1994 verstorbene Große Führer Kim Il Sung regiert als Ewiger Präsident. Sein Sohn Kim Jong Il ist der Geliebte Führer. Schrill die Aufmärsche. Bis zu 20 Meter hoch die Statuen. Atemberaubend präzise die Massengymnastik. Wenig dringt nach Außen. Wenig dringt nach Innen. Nordkorea kreist um sich selbst. Nordkorea irritiert. Es bedroht die Nachbarn mit der Atombombe, kann seine Bevölkerung nicht ausreichend ernähren und betreibt geheime Straflager. Die wenigen tausend Besucher pro Jahr bekommen davon nichts mit. Das totalitäre Regime führt seine Gäste durch eine totale Staatsinszenierung." (Christoph Möskes) Die Ausstellung PjönjangPjönjang von Jenny Rosemeyer und Eva-Maria Wilde soll die private Reise der beiden Künstlerinnen durch Nordkorea im Jahr 2007 reflektieren. Dabei werden Außen- und Innenansichten auf Nordkorea präsentiert und längst festgelegte Positionen hinterfragt. Die Künstlerinnen werfen einen kritischen Blick auf die Konstruktion des Künstlers als Betrachter und seine Beziehung zur Gesellschaft sowie einen Rückblick auf die erfolgte Recherche. Die Ausstellung thematisiert die die umformung einer politischen ästhetik in eine subjektiv künstlerische. Es werden Werke gezeigt, die den eigentlichen Gegenstand der Betrachtung, das Land Nordkorea in seiner aktuellen und geschichtlichen Wiedersprüchlichkeit, umgebrochen in eine künstlerische Ästhetik reflektieren. In Objekten, Plastiken, Fotografien und Collagen stellen die Künstlerinnen ihren Blick auf das Land und seine Gesellschaft dar. Ergänzend werden einige Künstler mit bereits vorhandenen Arbeiten zu Nordkorea eingeladen. Für den Besucher der Ausstellung wird eine kleine Videothek mit originalem Filmmaterial aus Nordkorea und kritischen Dokumentationen über das Land aus den letzten Jahren zur Verfügung gestellt. Dazu wird Reiseliteratur und weiteres dokumentarisches Material zum Lesen präsentiert. So soll eine vom subjektiv künstlerischem Blick geprägte Ansicht des Landes, verbunden mit einer dokumentarischen Ebene, dem Besucher einen neuen Blick auf das Phänomen Nordkorea ermög-lichen. PjöngjangPjöngjang zeigt künstlerische Beiträge von: Arno Brandlhuber, Martin Eberle, Juliane Eirich, Hans-Christian Schink und Nicolai von Rosen (Future 7). Kuratiert wird die Ausstellung von Peter Lang, Berlin. Zur Ausstellungseröffnung am 18. September zeigen wir um 20 Uhr den Film Der Rote Stern - Alltag in Nordkorea (2006) von Bernd Girrbach und Elke Werry.
Am 25. September um 19 Uhr findet in Studio 1 inmitten der Exponate eine Lesung von Jörg Friedrich aus seinem Buch Yalu. An den Ufern des dritten Weltkrieges (Propyläen-Verlag, 2008) statt.

PjöngjangPjöngjang wird realisiert mit freundlicher Unterstützung des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten.

PjöngjangPjöngjang - Jenny Rosemeyer, Eva-Maria Wilde & Gäste
19. September - 5. Oktober 2008, Studio 1
Eröffnung Donnerstag, 18. September 2008, ab 19 Uhr


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01.03.2012
Eröffnung/Opening:
Gabrielle de Vietri
01.03.2012
Eröffnung/Opening:
Xavier Mary
01.03.2012
Eröffnung/Opening:
Song-Ming Ang
01.03.2012
Eröffnung/Opening:
"Super 8" - artist curated video exhibition
01.03.2012
Eröffnung/Opening:
ZUSPIEL/ Robert Lippok
Der Umzug des Künstlerhauses Bethanien wurde ermöglicht durch:

Impressionen vom neuen Standort:

Halleluhwah! Hommage à CAN


Alicia Frankovich
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