 Daniel Barrocas Arbeiten befassen sich mit der Erinnerung und ihren Bildern und suchen nach zeitgemäßen Lesarten für die fragmentarischen Hinterlassenschaften von Geschichte wie z.B. Fotos, Bilder, Ton- und Sprachaufzeichnungen. Das besondere Interesse Barrocas gilt dabei Materialien, die in Form von persönlichen Aufzeichnungen unbekannter Individuen ganz subjektive Blicke auf eine bestimmte historische Epoche oder Begebenheit ermöglichen. Auf dieser Grundlage lässt er seine Zeichnungen, Filme und Fotoinstallationen entstehen und schafft Blickwinkel, die geeignet sind, der ‘offiziellen’ Version der Geschichtsbücher gegenüber gestellt zu werden.
„Soldier Playing with Dead Lizard“ ist eine Video- installation, deren Bild- und Toncollagen auf privaten Schnappschüssen portugiesischer Soldaten basieren, die in den 1960er und 70er Jahren im Kolonialkrieg in Guinea-Bissau kämpften. Dass die historischen Ereignisse sich nur indirekt widerspiegeln, ist gewollt und Ausdruck der subtilen poetischen Bildsprache Barrocas, verweist aber andererseits auch auf die tatsächlichen politischen Verhältnisse im damaligen Portugal, wo unter der Junta über den Krieg in den Kolonien, der das Land ausblutete, nicht offen und kritisch gesprochen werden durfte.
Daniel Barroca ist João Hogan-Stipendiat der Fundação Calouste Gulbenkian im Rahmen des Internationalen Atelierprogramms.
Daniel Barroca – Soldier Playing with Dead Lizard
15. – 31. August 2008, Studio 2
Eröffnung: Donnerstag, 14. August 2008, 19 Uhr
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Libia Castro & Ólafur Ólafsson | + |
 Libia Castro & Ólafur Ólafsson arbeiten mit einer breiten Spanne künstlerischer Medien und behandeln Themen im Bereich der sozio-politischen Situation von öffentlichem und urbanem Raum; es geht um Sprache, urbane Identität und die Auswirkungen der Globali- sierung auf lokale Gemeinschaften. Zahlreiche Reisen, längere Aufenthalte vor Ort und die Zusammenarbeit mit lokalen ‚communities‘ und Aktivisten-Gruppen sind fester Bestandteil der künstlerischen Praxis von Castro und Ólafsson. Motiviert durch ihre eigene hybride Identität und ihre migrantische Erfahrung tragen sie nicht nur die Recherche von einem Ort und Kontext zum nächsten, sondern intervenieren und machen gesellschaftliche und politische Räume sichtbar.
In Studio 3 zeigen Castro & Ólafsson als repräsen- tativen Einblick in ihre künstlerische Praxis ausgewählte Arbeiten der vergangenen Jahre. Skulpturen, Foto- grafien, Video- und Soundarbeiten, die an so unterschiedlichen Orten wie Kuba, Spanien, den Niederlanden, Island, der Türkei und Deutschland entstanden, spiegeln ihre persönliche, poetisch-realistische Art und Weise engagierter Arbeit ebenso wider wie das alltägliche Leben der unterschiedlichsten Menschen mit seinen kleinen und großen Geschehnissen, Begegnungen und Räumen.
Libia Castro und Ólafur Ólafsson sind Teilnehmer des Internationalen Atelierprogramms.
Libia Castro & Ólafur Ólafsson – Recent Works
15. – 31. August 2008, Studio 3
Eröffnung: Donnerstag, 14. August 2008, 19 Uhr
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 Anlässlich der Ausstellungseröffnungen am 14. August 2008 möchten wir Ihnen gerne eine weitere Ausgabe unserer OPEN STUDIOS präsentieren.
Wir laden Sie ein, zwanglos durch die Ateliers zu schlendern, neue künstlerische Projekte zu entdecken und mit den internationalen StipendiatInnen ins Gespräch zu kommen.
Folgende Künstler öffnen am 14. August zwischen 19 und ca. 22 Uhr ihre Ateliers: Jungju An (ROK), Daniel Barroca (P), Castro & Ólafsson (E/IS), Markus Degerman (S), Cynthia Girard (CAN), Anouk Kruithof (NL), Pia Lindman (FIN), An Te Liu (CAN), Ives Maes (B), Christian Niccoli (I), Christodoulos Panayiotou (CY), Sarah Ryan (AUS), Martin Skauen (N), Sophia Tabatadze (GE) und Ntando Xorile (Kurator, ZA).
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