OPEN STUDIOS + Sonderverkauf Publikationen | + |
Anlässlich der Ausstellungseröffnung am 9. Juli 2009 möchten wir Ihnen gerne eine weitere Ausgabe unserer OPEN STUDIOS präsentieren.
Wir laden Sie ein, durch die Ateliers zu schlendern, neue künstlerische Projekte zu entdecken und mit internationalen KünstlerInnen ins Gespräch zu kommen.
Folgende Künstler und Künstlerinnen öffnen am 9. Juli zwischen 19 und ca. 22 Uhr ihre Ateliers:
Wafae Ahalouch el Keriasti (NL), Dafni Barbageorgopoulou (GR), Manolo Bautista (E), Patrick Bernatchez (Québec), Rossella Biscotti (I), Soo Jung Choi (ROK), Romeo Gongora (CA), Ane Graff (N), Sara Hughes (NZ), Jost Kirsten (NA), Tomasz Kowalski (PL), Michael Kutschbach (AUS), Christodoulos Panayiotou (CY), Björn Perborg (S), Thomas Lerooy (B), André Sousa (P) und Guy Zagursky (IL).
Sonderverkauf der Publikationen des Künstlerhauses Bethanien:
Aufgrund des regen Interesses anlässlich unserer letzten Verkaufsaktion bieten wir am Abend der Eröffnung von "FABEL" (Fábula/Fable)" erneut einen Sonderverkauf (fast) aller Publikationen an, die aus der Publika- tionstätigkeit des Künstlerhauses hervorgegangen sind. Sie haben erneut Gelegenheit, wertvolle Kataloge und Bücher mit Beiträgen namhafter Autoren zum äußerst günstigen Sonderpreis zu erwerben.
Sonderverkauf n u r am 9. Juli 2009 (Studio 3, ab 19 Uhr).
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 ANDRÉ SOUSAs Rauminstallationen vereinigen die unterschiedlichsten Objekte: Minimal-Skulpturen, abgelöste Werbeplakate, leere Bierflaschen, Foto- grafien von Autoaufklebern oder Graffiti-Sprüchen und Zeichnungen in Strichmännchenmanier. Die unspektakulären Objekte, die Sousa im kulturellen Umfeld seines jeweiligen Aufenthaltsorts vorfindet, fügen sich in seinen Installationen mithilfe einer ausgeklügelten Strategie zu einem komplexen Netzwerk von Bedeutungen und Bezügen.
In Studio 2 hat Sousa zwei große, wie Ladentheken wirkende Holzskulpturen entlang der architektonischen Raumdiagonalen aufgebaut, die als symbolische Spiegelachsen zwischen öffentlichem Raum und Ausstell- ungsraum fungieren. Zahlreiche kleinformatige Ölbilder, die Sousa auf einer der Theken zur Schau stellt, wirken wie eine Anthologie abstrakter Malerei und spielen mit der Konzeption von Achse und Zentrum. Auf der zweiten Theke arrangiert er Fundstücke aus dem Kreuzberger Umfeld auf eine Weise, die ihnen völlig neue Bedeutun- gen zuteil werden lässt. Wie im lokalen Supermarkt an der Kasse hat André Sousa über der Holztheke schräg von der Decke hängende Spiegel befestigt, die dem Betrachter seiner Installation deutlich zeigen, dass sich hinter dem Kunstobjekt nichts weiter verbirgt: der Künstler spielt mit „offenen Karten“ und sieht sich weniger als „Autor‘“ denn als Vermittler und Organisator verschiedenster Bildrepertoires in einem unendlich scheinenden Netz der Bedeutungen und Bezüge.
André Sousa ist João Hogan-Stipendiat der Fundação Calouste Gulbenkian, Lissabon im Rahmen des Internationalen Atelierprogramms.
André Sousa – "FABEL (Fábula/Fable)"
10. – 26. Juli 2009, Studio 2
Eröffnung: Donnerstag, 9. Juli 2009, ab 19 Uhr
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 ANE GRAFF ist leidenschaftliche Zeichnerin. Sie praktiziert das Zeichnen als extrem zeitintensiven, nahezu meditativen Prozess, in dessen Mittelpunkt das Nachdenken der Künstlerin über die Poesie wissenschaftlicher Forschung und das Wesen von Materie an sich steht. Ane Graffs feine, in den Details akribisch ausgeführte Zeichnungen beleuchten mithilfe des Graphitstifts Oberflächen und Strukturen von organischer Materie – Vogelfedern, Grassoden, die Verästelungen eines Baumes – oder die korallenartigen Verzweigungen von Natursilber und unterschiedliche Formen von Steinen. Insbesondere die vielfältigen Schichtungen von gebrochenem Schiefer haben es der Künstlerin angetan. In ihren Zeichnungen arbeitet Graff vorzugsweise die Ähnlichkeit von Strukturen aus völlig verschiedenen Bereichen der Natur heraus.
Ältere Arbeiten von Ane Graff klingen an die Stillleben niederländischer Maler des 17. Jahrhunderts an, in denen der Waldboden als Lebensraum der Kräfte des Bösen – häufig von Reptilien oder Insekten verkörpert – dargestellt, und mit Symbolen der christlichen Erlösung kombiniert wird.
In ihren neueren Werken ist Graff dazu übergegangen, Steine und andere Formen der Natur nicht nur auf Papier zu bannen, sondern draußen zu sammeln und in Form von skulpturalen Ensembles zu präsentieren. So hat sie beispielsweise eine Unmenge feiner und feinster Schieferbruchstücke zu einer großformatigen Bodenarbeit ausgelegt – eine Weiterführung des zeichnerischen Gedankens, der in dieser Form an Kunstwerke der Land Art erinnert und doch, würde man die Installation von weit oben betrachten, wiederum den Aspekt der Zeichnung annehmen würde.
Ane Graff ist Stipendiatin des Office for Contemporary Art Norway (OCA) im Rahmen des Internationalen Atelierprogramms.
Ane Graff - Sliding
14. – 30. August 2009, Studio 2
Eröffnung: Donnerstag, 13. August 2009, ab 19 Uhr
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 JOST KIRSTENs Werk untersucht die verschiedenen Formen von Abstraktion und Wiederholung in der Kunst. In seinen installativen Werkpräsentationen kombiniert er schlichte, an Konzeptkunst oder Minimal Art gemahnende Skulpturen, die häufig aus Naturmaterialien gefertigt sind und mit ihrer direkten Umgebung in einen künstlerischen Dialog treten. Kirstens bevorzugter Werkstoff ist Holz, das er bisweilen experimentell mit Stein kombiniert. Ein Element, das aus Jost Kirstens künstlerischem Werk nicht wegzudenken ist, ist das Feuer. Der Künstler macht es einerseits zum ‘Werkzeug’, mit dem er Holz, Papier, Leinwand oder Stein methodisch bearbeitet, und andererseits zum ephemeren künstlerischen Medium an sich, dessen repetitive Spuren in Form von Mustern aus Rauch und Ruß auf den Trägermedien zurück bleiben oder vom Künstler zwischen zwei Glasscheiben ‚eingefangen’ werden.
In seiner Heimat Namibia nutzt Jost Kirsten vorzugsweise landesübliche Werkmaterialien wie das vom heimischen Mukwa-Baum stammende Dolfholz, oder greift, wenn – wie nicht selten in dem von Wüsten dominierten Land – das Holz rar ist, zu ausrangierten hölzernen Kabelrollen oder alten Holzkisten, in die er tausende von kleinen Löchern bohrt, durch die das Licht dem Betrachter als ornamentales Muster entgegenfällt, und die er methodisch mit Kerze, Gasbrenner oder auf Herdplatten bearbeitet.
Im Künstlerhaus Bethanien zeigt Jost Kirsten eine Auswahl neuer Arbeiten, die während seines zwölfmonatigen Aufenthalts in Berlin entstanden sind.
Jost Kirsten ist Stipendiat der p.art.ners Berlin-Windhoek gGmbH im Rahmen des Internationalen Atelierprogramms.
p.art.ners Berlin-Windhoek gGmbH wird unterstützt durch Air Namibia, Kalahari Sands Hotel & Casino und die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.
Jost Kirsten - Rodung
14. – 30. August 2009, Studio 3
Eröffnung: Donnerstag, 13. August 2009, ab 19 Uhr
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