 SARA HUGHES’s Arbeit untersucht, wie bestimmte Strukturen, Codes und Zahlen visuell auf den Betrachter einwirken. Angesichts der Überfülle von Medien, die uns die Welt ‘erklären’ und sie gleichzeitig regulieren, gilt ihr Interesse vor allem den visuellen Strukturen, die Informationen transportieren und in den Medien häufig die Form von statistischen Grafiken annehmen. Mit „Feedback Runaway“ verwandelt Sara Hughes den Raum in ein Abbild der visuellen Reizüberflutung unserer hektischen Zeit. Ihr Ausgangsmaterial – statistische Zahlen – entnimmt sie den unterschiedlichsten Quellen, so dass die auf Leinwand gemalten, mit ihren leuchtenden Farben gleichermaßen ansprechenden Tortengrafiken so unterschiedliche Inhalte wie Terror-Statistiken oder eine Cosmopolitan-Umfrage wiedergeben. Ebenfalls auf Leinwand gemalte Säulengrafiken sind exakte Umsetzungen tatsächlicher Börsenindices, die Hughes dem Wirtschaftsteil der FAZ entnommen hat. Eine aus Schaumstoff gefertigte Tortengrafik-Skulptur bietet sich dem Besucher als Sitzgelegenheit dar, und die aus bunter Klebefolie gefertigten Diagramme an der Decke des Raumes wetteifern mit Liniendiagrammen, die wie Fieberkurven in wilden Zickzackbewegungen über Wand und Boden schießen. Die bunt durcheinander gewürfelten visuellen Abbilder teils wichtiger, teils trivialer numerischer Inhalte konkurrieren in der Ausstellung gleichberechtigt um die Aufmerksamkeit des Betrachters. In „Feedback Runaway“ geht es aber auch um die Botschaften und Signale, die durch die Interaktion von Form und Farbe erzeugt werden, und so transportiert Hughes’ Arbeit auch Reminiszenzen an die Bauhaus-Schule, Kandinsky oder die Malereien von Josef Albers.
Sara Hughes ist Stipendiatin von Creative New Zealand im Rahmen des Internationalen Atelierprogramms.
Sara Hughes – "Feedback Runaway"
27. März –12. April 2009, Studio 3
Eröffnung: Donnerstag, 26. März 2009, ab 19 Uhr
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Christodoulos Panayiotou | + |
 CHRISTODOULOS PANAYIOTOU's künstlerische Praxis befasst sich mit gesellschaftlichen Konzepten und performativen Praktiken wie z.B. Ritualen und Festen. Seine Arbeit, die häufig Video und Sound im Rahmen von Installationen integriert, ist in Form von Themenkreisen konzipiert und jederzeit offen für Neuanordnung und Neu-Interpretation.
Die Ausstellung in Studio 2 wird in zwei Abschnitten bzw. Phasen präsentiert: von 14 bis 15 Uhr wird im völlig leergeräumten Ausstellungsraum die Audio- arbeit „Prologue: Quoting Absence“ zu hören sein, der erste Teil einer Werkserie, die eine klassische akademische Dissertation zum Thema ‘Abwesenheit’ imitiert. Die 4 Kanal-Audioinstallation, die stets in einem völlig leeren Raum gezeigt wird, basiert auf dem Mitschnitt eines Klausurgesprächs, das vier Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen im Auftrag des Künstlers zum Thema „Abwesenheit“ führten.
Von 15 bis 19 Uhr zeigt Christodoulos Panayiotou eine Reihe von Arbeiten unter dem Titel „The End“ – es handelt sich hierbei um die Ankündigung eines Projekts, das am 26. Juni 2009 im Markgräflichen Opernhaus in Bayreuth zu Ende geführt werden soll: dort wird der Künstler für die Dauer von circa einer Stunde die historische Kulisse des Theaters durch einen tiefschwarzen Vorhang ersetzen.
„Quoting Absence / The End“ vermittelt ein Gefühl von Einsamkeit und Melancholie, das den Aspekt der ‘Abwesenheit’ betont, auf den die künstlerische Praxis Panayiotous fokussiert.
Christodoulos Panayiotou ist Stipendiat der UNDO Foundation, Zypern im Rahmen des Internationalen Atelierprogramms.
Christodoulos Panayiotou – "Prologue: Quoting Absence", "The End"
27. März –12. April 2009, Studio 2
Eröffnung: Donnerstag, 26. März 2009, ab 19 Uhr
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