 Obwohl sich alle KünstlerInnen der Ausstellung mit den jeweils spezifischen Vergangenheiten ihrer eigenen politischen Geschichte und Kunstgeschichte befassen, spricht "The Touch of History" von der Notwendigkeit der Dekonstruktion von Vergangenheit und hinterfragt die ideologischen Gewissheiten der Gegenwart über die Vergangenheit. Die Auswahl der künstlerischen Exponate orientiert sich an der immer wieder neu gestellten Frage, was das Vergangene im Zuge gesellschaftlicher und internationaler "systemischer" struktureller Veränderungen für die Gegenwart bedeutet und in welchen Bildern das Vergangene auf die Gegenwart Einfluss zu gewinnen versucht.
Gezeigt werden Werke aus den Bereichen Malerei, Zeichnung und Skulptur/Objekt, präsentiert von Künstlern und Künstlerinnen, die aus Südkorea, Bangladesh, China und Deutschland stammen. Für ihre Wanderungen durch "ihre" Geschichte haben sie verschiedene historiographische Territorien gewählt. In fünf Fallstudien rekapitulieren sie Geschichten in der Geschichte, setzen sich mit intertextuellen Zusammen- hängen auseinander und stellen dabei sowohl die chronologische Ordnung als auch die künstlerischen Konventionen ihrer jeweiligen Kulturkreise in Frage.
"The Touch of History" präsentiert Keramikskulpturen von Yee Sookyung (Korea), Ölmalerei von Huang Min und Huang He (China), Zeichnungen/Malerei von Murshida Arzu Alpana (Bangladesh) sowie Malerei-Collagen von Jan Muche (Deutschland).
"The Touch of History"
19. Februar - 14. März 2010, Studio 1
Dienstag - Sonntag, 14 - 19 Uhr
Eröffnung: Donnerstag, 18. Februar 2010, 19 Uhr
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Wafae Ahalouch el Keriasti | + |
 Wafae Ahalouch el Keriastis hauptsächliche Inspirationsquellen sind Geschichte, Religion, Märchen, die Familie und die Medien. Kreisten ihre Arbeiten früher vor allem um das Thema Familie, hat sie sich nunmehr universelleren und eher politisch orientierten Inhalten zugewandt. Häufig verschmilzt sie unterschiedliche Geschichten und lässt daraus neue Bilder entstehen, wobei es ihr um das Sichtbar- machen der Antagonismen und Abhängigkeitsstrukturen geht, die unserer gesamten sozialen Interaktion zugrunde liegen.
"The Greatest Show in the World" verwandelt den Ausstellungsraum in die abstrahierte Darstellung eines Zirkusses und umfasst Wandbilder, Malerei und Installationen ebenso wie Performance-Elemente. Die Ausstellung basiert auf Ahalouchs Recherchen über das berüchtigte Berliner Edelbordell "Salon Kitty", in dem seit den 1930er Jahren Nazi-Prominenz, lokale Honoratioren und ausländische Diplomten ein- und ausgingen, und dessen jüdische Inhaberin von den Nazis zur Spionage gezwungen wurde. Ahalouch, die sich in ihrer Arbeit erstmals mit Abstraktion befasst, nutzt das in kalter Schwarz-Weiß-Optik gehaltene Setting des "Circus Kitty" als eine allgemeingültige Metapher für die vielen harmlosen und lockenden Fassaden, hinter denen sich eine unendlich komplexe Welt voll Machtgier, Manipulation und Missbrauch verbirgt.
Wafae Ahalouch el Keriasti ist Stipendiatin des Fonds voor beeldende kunsten, vormgeving en bouwkunst, Amsterdam im Rahmen des Internationalen Atelierprogramms.
Am Eröffnungsabend um ca. 20 Uhr präsentiert Ahalouch el Keriasti "A Small Show in the Greatest Show in the World", eine PERFORMANCE mit Dolly Duster als Marlene Dietrich, einer Burlesque-Tänzerin und Zirkusartisten.
Wafae Ahalouch el Keriasti - "The Greatest Show in the World"
19. Februar - 7. März 2010, Studio 2
Dienstag - Sonntag, 14 - 19 Uhr
Eröffnung: Donnerstag, 18. Februar 2010, 19 Uhr
Performance ca. 20 Uhr
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 Dafni Barbageorgopoulous wandfüllende Tapisserie-Arbeiten und Skulpturen schöpfen aus einem Fundus unterschiedlichster Einflüsse, die von der griechischen bis hin zur mexikanischen und indonesischen Kunst, von der Geometrie zur Poesie, oder von Knüpftechniken zur Monumentalarchitektur reichen. Kennzeichen ihrer Arbeiten ist die kraftvolle Fusion einer Vielzahl von Ideen, Disziplinen und Genres aus unterschiedlichsten Kulturen.
Barbageorgopoulous aktuelle Recherche ist auf die Erforschung der Verbindung zwischen den narrativen Strukturen von Träumen und Reisen ausgerichtet und untersucht, wie diese sich manifestieren. So entstammt ein Großteil der Einzelelemente in ihren Werken der detaillierten Erinnerung an Träume, die sie während ihrer Reisen erlebt. Die während der Reise stattfindenden räumlichen und zeitlichen Übergänge finden ihre Entsprechung im nichtlinearen, organisch anmutenden Wachstum der geometrischen Muster und sich wiederholenden Sequenzen in Barbageorgopoulous Werken, die die intuitiven Beziehungen zwischen Erinnerung und Aktion zu Werkzeugen des künstlerischen Ausdrucks machen. Diese intuitive Form des künstlerischen Schaffens beobachtet und entwickelt Barbageorgopoulou sehr bewusst weiter. Da ein Charakteristikum bei Barbageorgopoulou die gleichzeitige Arbeit an verschiedenen Werken und in verschiedenen Medien ist, bietet die Ausstellung "Floating Islands", die in jüngster Zeit entstandene Arbeiten versammelt, die Fülle und Bandbreite einer kleinen Gruppenausstellung.
Dafni Barbageorgopoulou ist Stipendiatin der Propondis Foundation und der Leon & Aspasia Lemos Charitable Foundation im Rahmen des Internationalen Atelierprogramms.
Dafni Barbageorgopoulou - "Floating Islands"
19. Februar - 7. März 2010, Studio 3
Dienstag - Sonntag, 14 - 19 Uhr
Eröffnung: Donnerstag, 18. Februar 2010, 19 Uhr
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