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Mit SPACEISTHEPLACE präsentiert Pash Buzari im Künstlerhaus
Bethanien den ersten Teil einer Aus-
stellungstrilogie, die an weiteren Orten fortgesetzt werden soll.
Das cineasti-
sche Environment besteht aus installativen, fotogra-
fischen und architektoni-
schen Bestandteilen, die sich zu einer gemeinsamen Figur zusammenfügen,
der eine Lichtinstallation wie ein Kontrapunkt gegen-
übersteht. Der Ausstellung liegt Buzaris fortgesetzte Beschäftigung
mit ima-
ginären Licht-Raum- und Bewusstseinsdarstellungen in verschiedenen
Science Fiction Filmen zugrunde und greift unter anderem auf Alien,
Unheimliche Begegnung der Dritten Art, Solaris,
THX zurück. Die Ausstellung untersucht dabei vor
allem , wie filmische Oberflächen die Räume suggerieren
und Lichteffekte auf verborgene, abgündige Sphären verweisen.
Buzaris Projekt hat dabei nicht nur den
Kanon der Science-Fiction-Unterhal-
tung im Blick. Schon sein Titel weist über Hollywood hinaus
und zitiert einen Film des Jazz-Philosophen Sun Ra, dessen fantastische
Ideen und Raumvorstellungen ebenso zum Bestandteil der Ausstellung
werden wie experimentelle String-Theorien der Physik und deren
Versuche, die Welt zu erklären: "Beiden Modellen ist
gemeinsam - und genau das interessiert mich besonders - dass Sound/Klang/Ton
auf subtile Weise als immaterieller und zugleich virtuell sich
wieder-
holender Effekt eine Art Matrix für diese im besten Sinne
psychedelischen Welterklärungsfantasien liefert. " (Pash
Buzari)
2. – 18. Juli 2004, Studio 3 |
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Free Room ist eine künst-
lerische Neuinterpretation des filmischen Gesell-
schafts porträts If, in dem einer der grossen Aussen-
seiter des britischen Kinos, Lindsay Anderson, das System der elitären
englischen Privatschulen schildert.
Für seine Videoinstalla-
tion inszeniert Alex Morrison einzelne Szenen aus Andersons Film
nach und führt sie dem Publikum in drei parallelen Videoprojektion
vor. Er nutzt so die 1968, zur Zeit der Studentenproteste, entstandene
filmische Vorlage, um Motive individueller Freiheit und gesellschaftlicher
Ord-
nung, Rollenspiel und Authentizität, Idealismus und Subversion
einander gegenüberzustellen.
Andersons beeindruk-
kende Bilder vom Aufbe-
gehren eines Schülers gegen die Sinnlosigkeit der schulischen
Regeln und Riten werden so als gesellschaftliche Metapher genutzt
und zeigen Morrisons Hauptinteresse: Die Auseinandersetzung mit
den Abgrenzungen zwischen öffentlichen und privaten Räumen
und der Ausblick auf die Auseinandersetzungen, die aus derartigen
Abgrenzungen entstehen.
In Andersons Film entsteht aus dem Aufbegehren
eine Rebellion, die zum bewaffneten Aufstand führt und den
Campus in Anarchie und Chaos stürzt. Alex Morrison löst
diese Bilder aus dem Kontext von 1968 und übersetzt sie sie
in eine veränderte künstlerische Gegenwart.
2. – 18. Juli 2004, Studio 2 |
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Vorschau: berlin ·
istanbul · vice versa
28.8.-12.9.2004
berlin · istanbul · vice versa ist eine Ausstellung,
die nach den kultu-
rellen Übergängen und Unsicherheiten einer Weltbürger-
gesellschaft fragt. Zwar kann die Kunst keine vorgefertig-
ten Antworten kompakten Re-
zepte für die politi-
schen und öko-
nomischen Verän-
derungen liefern. Künstler reagieren aber sensibel auf den
gesellschaft-
lichen Umbau und reflektieren unvor-
eingenommen seine Risiken und Utopien.
berlin · istanbul · vice versa ver-
sammelt Künstler aus den wuchern-
den Metropolen der Gegenwart - vor allem aus Berlin und Istanbul -und
soll ganz bewusst attraktive Analogien bemühen und mys-
teriöse Metaphern finden, um die Un-
terschiede zwischen den kulturellen Ter-
ritorien zu unter-
streichen und so die Notwendigkeit grundsätzlicher Differenz
gegenüber dem globalisierten Sinnverlust in der Kunst zu betonen. |
Mit
Erdag Aksel · Nevin Aladag · Banu Birecikligil ·
CHARLIE · Antonio Cosentino · Marta Deskur ·
Extramücadele · Tan Cemal Genc · Hakan Gürsoytrak
· Ali Kepenek · Serhat Köksal · Neriman
Polat · Lars Ramberg · Klaus Staeck · Roland
Stratmann · Asli Sungu · Sencer Vardarman ·
Nalan Yirtmac
Initiiert und finanziert durch Istanbul Kültür
Sanat Vakfi
28. August bis 12. September 2004
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