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 Ausstellungen

Egill Saebjörnssons Arbeit konzentriert sich auf das Experiment mit Sound und Musik, wobei er verstärkt auch mit Illustrationen, Fotografie und Perfor-
mance arbeitet. Oft kombiniert er eine Vielzahl künstlerischer Medien, um auf einem unabgegrenz-
ten Territorium zwischen Kunstwelt und Musikbe-
trieb seine kalkulierte Wirkung zu erzielen.
Dies gilt auch für Egill Saebjörnssons neue Installation im Künstler-
haus, die so unterschied-
liche Elemente wie eine Klavierattrappe aus Pappe, einen singenden Busch und handfeste Rockmusik verbinden wird. Saebjörnsson, dessen Videos schon bei MTV und VIVA zu sehen waren, hat vor vier Jahren das von der Kritik gefeierte Album "Tonk of the Lawn" herausgebracht und mit dem Song "I love you so" seinen ersten isländischen Hit gelandet. Seine Arbeit reicht immer wieder in die Musikindustrie und ihre Produktionsformen hinüber und infiltriert umgekehrt die Kunst mit Produkten der Pop-Industrie. Aus Anlass der Open Studios am 21. Januar 2005 wird Egill Saebjörnsson mit Helgi Svavar Helgason (Drums) und David Jonsson (Keyboard) sowie dem Berliner Künstler und Musiker Frank Frede (Bass) ein Live-Konzert geben.

Eröffnung 2.12., 19 Uhr / Ausstellungsdauer vom 3. bis zum 19. Dez. 2004

Wenn hinter der heilen Welt der Fernseh-Soaps und filmischen Romanzen die Traumata und Entfremdungen sichtbar werden, schlägt das störungsfrei geglättete Idyll in die Katastrophe um. Der Film- und Video-
künstler Reynold Reynolds nutzt seine Erfahrung als ausgebildeter Filmwissen-
schaftler, um den Zusam-
menstoss des idealisierten Klischees mit seinem Gegenteil in Videos und Installationen sichtbar zu machen. Dabei wird die Sprache und Methodik des Kinos zu einem analyti-
schen Instrument, etwa wenn in einer erzähleri-
schen Collage die Bewoh-
ner kaum zu bemerken scheinen, das ihr Haus zu brennen beginnt, weil sie von ihren eigenen Gefühlszuständen derart gefangen genommen sind. Die Menschen erscheinen in „Burn“ wie lebens-
länglich Verurteilte ohne Aussicht auf Straferlass, die stumpfsinnig ihren alltäglichen Beschäfti-
gungen nachgehen, ohne das hereinbrechende Desaster zur Kenntnis zu nehmen.Die Installation, die Reynold Reynolds in Studio 2 zeigen wird, präsentiert unter dem Titel “Stadtplan” sein neustes, während seines Arbeits-
aufenthaltes im Künst-
lerhaus Bethanien entstandenes Projekt in Form einer Doppelpro-
jektion mit überraschen-
den Effekten im Sound.

Eröffnung 2.12., 19 Uhr / Ausstellungsdauer vom 3. bis zum 19. Dez. 2004
Applied Autonomy
Der durch exzentri-
sche Lichtinszenie-
rungen von Atlan-
tikwallbunkern be-
kannt gewordene Leipziger Foto-
künstler Erasmus Schröter zeigt in seiner Berliner Ausstellung nicht nur eigene Arbeiten, sondern auch Relikte der unter-gegangenen DDR. Neben einer Sammlung farbig-abstrakter Glastabletts sind zahlreiche Echt-Foto-Postkarten zu sehen. Sie zeigen das futuristische zweite Gesicht der DDR - voller Plat-
tenbau- und Be-herbungsarchitek-
turen. Darüberhi-
naus zeigt die Aus-
stellung Grosspor-
träts von Kleindar-
stellern: Kompar-
sen, die Schröter in den Mittelpunkt der Bildinszenierung verrückt.

Eröffnung 2.12. / 3. bis 26. Dez. 2004

MIB
Mit "Men in Black" ist im Künstlerhaus Bethanien eine kunsttheoretische Analyse in Hand-
buchstärke erschienen. In über 100 Statements, mehr als 30 Essays und illustriert von Peter Friedl ver-
mittelt das Buch einen Überblick über die kuratorische Diskussion der letzten zehn Jahre. Die gewandelte Rolle der Ausstel-
lungsmacher, ihre Perspektiven und ihre Ausbruchs-
versuche werden auf 592 Seiten aus den verschiedens-
ten Blickwinkeln erläutert.
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In der neuesten Publikation des Künstlerhauses geht es um Highlights aus dem zeitgenössischen Grafik-Design. "APPLIED AUTONOMY" schildert in elf Fallstudien und mit einer Fülle von Illustrationen die Strategien, mit denen sich Grafiker autonome Freiräume schaffen, in denen sie kritisch, subversiv, strukturanalytisch und zuweilen auch komödiantisch die Wirklichkeit kommentieren können - zuweilen, ohne dass es der Auftraggeber überhaupt merkt. Die Publikation zeigt eine autonome Praxis außerhalb der Kunst, aber mit einem Einfluß und einer Wirkungsmacht, von der die Kunst oft nur träumen kann... Foto: A Practice for Everyday Life (APFEL), London
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01.03.2012
Eröffnung/Opening:
Gabrielle de Vietri
01.03.2012
Eröffnung/Opening:
Xavier Mary
01.03.2012
Eröffnung/Opening:
Song-Ming Ang
01.03.2012
Eröffnung/Opening:
"Super 8" - artist curated video exhibition
01.03.2012
Eröffnung/Opening:
ZUSPIEL/ Robert Lippok
Der Umzug des Künstlerhauses Bethanien wurde ermöglicht durch:

Impressionen vom neuen Standort:

Halleluhwah! Hommage à CAN


BE Magazin 18
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