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Es ist eine düstere Romantik, die ab dem 24. Febaruar
das Publikum im Studio 3 des Künstlerhauses in ihren Bann
ziehen wird. Iris van Dongens großformatige Zeichnungen
vermischen Ikonografien und Symbole, Sehnsüchte und moralische
Urteile, bis sich alle Gegensätze und Kriterien aufheben
und der Betrachter seinen eigenen Standpunkt suchen muß.
Dabei tauchen immer wieder Totenkopfsymbole auf, die sich mal
wie zufällig aus den Bildgegenständen formen, mal als
Emblem die Kleidung der Protagonisten zieren. So entsteht eine
schwarze Romantik, deren Ambivalenz vor allem von der mehrschichtigen
zeichnerischen Technik entsteht, die Pastellkreide, Kohle und
Gouache-Technik so lange überlagert, bis das Bild als Synthese
sich erst am Schluss ergibt. So wird die Aufhebung der Grenzen
und zeitlichen Maßstäbe auch materiell anschaulich
gemacht.
Iris van Dongen: She is the night - Studio
3 - 25. Februar - 13. März 2005 - Eröffnung: 24. Februar
2005, 19 Uhr |
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Dr. Sample ist eigentlich die Dokumentation eines Casting-Wettbewerbs,
die sich auf hintergründige Weise mit dem Phänomen der
Casting-Shows in den Unterhaltungsmedien auseinandersetzt. Der
ungarische Künstler Tamás Komoróczky hat für
seine Videoinstallation dreißig Personen eingeladen, um
angeblich die Rollen für einen Finanzwerbespot zu besetzen.
Alle Teilnehmer müssen die selben Rollen oder Handlungen
ausführen, die ihren im Skript vorgegeben sind. Die Videoaufnahmen
dokumentieren dabei eindrucksvoll das starke Bedürfnis der
Selbstdarstellung aller Teilnehmer, macht das Publikum aber auch
zu Zeugen der Selbstüberwindung von Hemmungen. Komoróczky
ergänzt seine Installation durch weitere experimentelle Videoarbeiten,
unter anderem einen Echtzeit-Videomix, der auf einem Konzert der
Gruppe Gitarre und Schrank basiert, das vor Beginn der Ausstellung
aufgezeichnet worden ist. Auf verschiedenste Weise werden so Kreativität
und Improvisation untersucht. Gleichzeitig sind die Arbeiten aber
auch eine ironische Interpretation des jeweils verwendeten Mediums
- und eine Huldigung an den lebensnotwendigen Sinn für Absurdität.
Tamás Komoróczky: Dr. Sample
& Mr. Shooter - Studio 2 - 25. Februar - 13. März 2005
- Eröffnung: 24. Februar 2005, 19 Uhr
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| Auch in diesem Jahr wird
ein Künstler des Internationalen Atelierprogramms an der Biennale
von Venedig, der bedeutendsten Überblickschau der Gegenwartskust
neben der Documenta, teilnehmen. Jan Mancuska, dem internationalen
Publikum bereits von der Manifesta 4 bekannt, vertritt dort 2005
Tschechien. |
Gavin Wade und Henrik
Schrat präsentieren am 24. Februar einen 30 Seiten-Comic, der
von Barnaby Kaminsky und jenem Tag handelt, an dem er zwei Missionaren
die Tür öffnete, die das Wort ihres glorreichen Meisters
Charles T. Russell verbreiteten. Der Comic befasst sich eingehend
mit der wahren Geschichte der Wagner Corporation, dem Rezept für
gebackenes Hirn und mit der Verbindung zwischen Rosa Luxemburg und
einer sehr speziellen Art des Denkens.
16. What is brain? - kuratiert von Gavin Wade
- Präsentation: 24. Februar 2005,
19 Uhr
www.henrikschrat.de
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