2003 rief die "Asociación OjodePez"
in Barcelona das Dokumentarfotogra
fiemagazin "OjodePez" ins Leben. Erklärtes Ziel des
von einigen Fotografen gegründeten Vereins ist es, die Dokumentarfoto-
grafie in all ihren Facetten auf internationaler Ebene zu fördern
und insbe-
sondere Themen und fotografische Projekte bekannt zu machen, die
in den konventionellen Medien und Publikationen vernachlässigt
werden, weil sie kommerziell nicht attraktiv erscheinen. "OjodePez",
als dessen Direktor der Künstler Frank Kalero fungiert, soll
so "eine undisziplinierte Einsicht in die dokumen-
tarische Fotografie" an-
bieten.
Während Frank Kaleros Berlinaufenthalt als Stipendiat des Künstlerhauses
Bethanien ist nun die dritte Ausgabe erschienen, die dreizehn verschiedene
Fotografen präsentiert und von Sven Ehmann, Berlin gestaltet
wurde. Im Studio 3 präsentiert Frank Kalero zahlreiche Fotografien
und inhaltliche Aspekte der bisher erschienen Ausgaben, sowie ein
Videointerview mit Vertretern von OjodePez, das Motivation und Zielsetzungen
der Macher ausführlich beleuchtet.
Frank
Kalero: OjodePez - Studio 3 - 24. März - 10. April 2005 - Eröffnung:
Mittwoch, 23. März 2005, 19 Uhr |
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Obwohl Daniela Brahm unbestreitbar eine Malerin
ist, entfalten sich aus ihren Bildern höchst räumliche
Architekturen. Galerieausstellungen etwa können sich zu begehba-
ren Stadtausschnitten verwandeln, wenn eine Anzahl von Gemälden
sich zu einem Parcours abgeflachter, fiktiver Gebäude verbindet,
bis der Betrachter nicht mehr weiß, ob hier die Malerei wie
im Minimalismus mit ihrer Zweidimensionalität kokettiert oder
ob sie sich dem ganz realen Ausstel-
lungsraum unterwirft, in dem sie mit dreidimen-
sionalen Objekten zu einer erzählerischen Parallelwelt verschmilzt.
In der ehemaligen Kranken-
hauskapelle des Künstlerhauses installiert Brahm nun eine eine
parasitäre Architektur, die mit flachen Bauteilen am Boden
beginnend, turmartig zu 8,5 m Höhe aufsteigt und einseitig
auf der Galerie aufsetzt. Auf diese Struktur aus Gerüstbauteilen
und Holzplatten appliziert die Malerin eine Mixtur aus dem Fundus
eigener Arbeiten und eine Anzahl direkt bemalter Holzplat-
ten. Dieser architekto-
nische Eingriff ist formal eine Ableitung der städtebaulichen
Prägung von Sozialbausiedlungen – in England “housing
estates” genannt –, mit deren einst utopischem Charakter
sich die Künstlerin während eines einjährigen Arbeits-
aufenthalts in England auseinandergesetzt hat.
Daniela
Brahm: Highrise
Studio 1 - 24. März – 17. April 2005 - Mittwoch -Sonntag,
14 - 19 Uhr, Eröffnung: Mittwoch, 23. März 2005 ab 19
Uhr |
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Josée Dubeau be-
trachtet ihre Arbeit mit Skulpturen, Installationen und Zeichnungen
vorrangig als Labor zur Erforschung menschlicher Lebensbeding-
ungen. Mit ihrer Installation im Studio 2 des Künstlerhauses
hat die Künstlerin einen Raum geschaffen, den man als Topo-
grafie von Büro-Architektur bezeichnen könnte: Schreibtische
scheinen dort ebenso behördlicher Mitarbeiter zu harren wie
Regale und Aktenschränke. In der Raummitte schließlich
steht ein Wartebereich mit Sitzgelegenheiten für potenzielle
Klienten bereit. Doch Josée Dubeaus ‘Büro’
ist solcherart gar nicht nutzbar. Aus zierlichen Quadrat-
holzleisten zusam-
mengefügt zeichnen die Objekte lediglich die Umrisse der einzelnen
Büromöbel nach, so dass die gesamte Anordnung ihre Dreidimensiona-
lität einbüßt und im visuellen Empfinden des Betrachters
den Charakter einer Zeichnung im Raum annimmt. So wird die Installation
zu einem Modell der Strukturen, auf die Bürokratie sich stützt.
>> Ausstellungs-
statement der Künstlerin
Josée Dubeau : Espacement - Studio
2 - 24. März – 10. April 2005 -Eröffnung: Mittwoch,
23. März 2005, 19 Uhr |
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