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 Ausstellungen

Bei Tea Mäkipää wird auch der Mensch zur Gattung, einer Spezies freilich, deren Lebensraum die globalisierte westliche Kulturgesellschaft ist. In ihren nicht selten monumentalen Installationen, Fotografien, Filmen und Objekten werden das Sozialverhalten des Menschen und seine Überlebensstrategien ebenso kritisch beleuchtet wie sein Umgang mit der Natur und ihren Kreaturen. Biologische Konstanten wie der Kampf um Nahrung oder soziale Muster wie das Streben nach Integration werden so zum Gegenstand der künstlerischen Recherche, an deren Ende das Publikum zwar von der Schönheit der künstlerischen Formulierung angezogen wird, in ihr aber die Grausamkeiten und Unerbittlichkeiten der Welt geschildert sieht.

Mäkipääs neue Videorbeit "Catwalk" im Studio 1 des Künstlerhauses zelebriert so die Vielfalt der Lebens- und Erscheinungsformen und belehrt ihre Betrachter dabei ganz nebenbei, dass sie keiner Hierarchie unterliegen. Die biologischen Arten nehmen auf ihrem Laufsteg alle dieselbe Größe an, ganz gleich ob es sich bei ihnen um Menschen, Elefanten oder eben Katzen handelt, die im Altarbereich der ehemaligen Kapelle zum Defilee antreten.

Außerdem zeigt Tea Mäkipää eine verkleinerte Version ihrer Fotoinstallation World of Plenty, die für die Weltausstellung 2005 in Aichi entstand, sowie ausgewählte Fotos aus einem Projekt, das sich mit dem Krieg und dessen Visualisierung in den Medien beschäftigt. In World of Plenty führt sie dem Betrachter übrigens einen Garten Eden vor Augen, in der Mensch und Tier im Einklang mit einer generösen Natur harmonisch zusammenleben – viel zu schön, um jemals Realität zu werden.



Catwalk, Studio 1 + 2,
24.02 – 12.03.2006,
Eröffnung: Donnerstag, 23. Februar 2006

Rechnet man die Vielzahl der Diszplinen und Genres zusammen, in denen Thomas Kapielski seit den siebziger Jahren tätig war, mag man ihn für einen der letzten Berliner Universalisten halten. Als Bildender Künstler, studierter Geograf und Philologe, Dozent, Musiker und Literat war er lange ein Geheimtipp, dessen Beobachtungen sich Eingeweihte als Außenansichten eines Ironikers weiterempfahlen. So wie er literarisch die "überdehnte Verkitschtheit" des Sozialen beschrieb, wie er einmal in einem Interview sagte, betrieb er Bildende Kunst, ohne zum Getriebenen ihres Betriebssystems zu werden. Die Schwächen und Zwänge des Kulturbetriebs sind bis heute sein Material.

In seiner Ausstellung "Emolumente – Sammler zeigen ihre Kapielskis" stellt der ehemalige Künstlerhaus-Stipendiat Kapielski nun seine Werke im Zustand der sozialen Einnischung vor. Die Ausstellung präsentiert nicht einfach die Arbeiten, sondern auch ihre Sammler. So gewinnt der Künstler aus der Betriebsfunktion Sammlung einen Kommentar über seine Kunst, die von ihrer Verwertung her lesbar wird.

Für die Ausstellung konten zahlreiche Arbeiten, die auf private oder öffentliche Sammlungen verteilt sind, erstmalig zusammen-
geführt werden.



Emolumente – Sammler zeigen ihre Kapielskis, Studio 2,
24.02 – 12.03.2006,
Eröffnung: Donnerstag, 23. Februar 2006, 19 Uhr

Eine weitere Einzelausstellung mit Werken von Thomas Kapielski ist vom 4. März bis zum 29. April 2006 in der Galerie & Edition Marlene Frei in Zürich zu sehen.

BETHANIEN SPRICHT TÜRKISCH. Die Integration türkischer Themen ist für das Künstlerhaus längst Alltag. "Berlin Istanbul" war nur das letzte einer ganzen Reihe von Ausstellungspro-
jekten, mit denen wir Brücken zwischen der faszinierenden kulturellen Szene in der Türkei und Berlin geschlagen haben.
Ab Ende Februar werden wir diesen Brückenschlag auch sprachlich vollzie-
hen: Unsere Web-
seite lernt türkisch! Die wichtigsten Informationen über unsere Künstler und Ausstellungen erscheinen dann auch in türkischer Sprache, was wir auch als Signal an unsere Kreuzberger Nachbarn verstehen. Das Künstlerhaus will noch einladender werden für alle, die sich in Berlin und Kreuzberg für Kunst und Kultur interessieren.
NEUES STIPENDIUM. Ab April 2006 bietet die Künstlerhaus Bethanien GmbH einem Künstler oder einer Künstlerin türkischer Nationalität einen dreimonatigen Aufenthalt im Rahmen des Internationalen Atelierprogramms des Künstlerhauses an.

Bewerbungen mit entsprechenden Projektunterlagen werden noch bis zum 1. März 2006 erbeten.


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Eröffnung: Dienstag, . November

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01.03.2012
Eröffnung/Opening:
Gabrielle de Vietri
01.03.2012
Eröffnung/Opening:
Xavier Mary
01.03.2012
Eröffnung/Opening:
Song-Ming Ang
01.03.2012
Eröffnung/Opening:
"Super 8" - artist curated video exhibition
01.03.2012
Eröffnung/Opening:
ZUSPIEL/ Robert Lippok
Der Umzug des Künstlerhauses Bethanien wurde ermöglicht durch:

Impressionen vom neuen Standort:

Halleluhwah! Hommage à CAN


BE Magazin 18
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