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 Ausstellungen
eine Tafel als persönliches Dokument zusammen, das als 'Anti-Archiv' unkate-
gorisierter Bilder in Frage gestellter Identitäten in seiner Gegensätzlichkeit Irritationen auslöst. Um diese Irritation noch zu steigern und seine Aus-
sage zu unterstreichen, überblendet Benhelima die Porträts, bis sich das Äußere der abgebildeten Personen nicht mehr glanzvoll verstärkt, sondern die Details ihrer Physiognomien ausge-
löscht werden.

Für den Künstler verbindet sich dieser Effekt mit der Komplexität der repräsen-
tierten Identitäten, die am Ende zuweilen verschwin-
den oder zwischen denen unsere Kindheitserinne-
rungen verschwimmen - wie im Falle der Mutter des Künstlers - oder sich zu neuen Familieneindrücken sogar solcher Menschen fügen, die man nie gesehen hat - wie im Falle des Vaters und des väterlichen Zweigen der Familie des Künstlers.

Zusätzlich werden die Polaroids in zwei Schichten präsentiert (als Unterteilung zweier Gruppen - hier der Juden und im besonderen der arabischen Juden und dort der Araber), was sich aus der Distanz nicht feststellen lässt, aber in großer Nähe sichtbar wird - als Referenz an die unsichtbare Mauer, welche die Menschen voneinander trennt.

Semitics. 25.11- 11.12. 2005, Mi - So, 14 - 19 Uhr, Studio 3 - Eröffnung: Donnerstag, 24. November 2005, 19 Uhr
Charif Benhelimas künstlerische Disziplin ist die Fotografie und seine Strategie die Auslotung ihrer Grenzen. Er lässt sich in seiner Arbeit durch seinen familiäre Hinter-
grund und die eigene Biografie anregen und hinterfragt in seiner fotogafischen Praxis, was es bedeutet, in einem Land 'fremd' zu sein. So sind Benhelimas Fotos Auseinander-
setzung mit der eigenen Herkunft, hinterfragen aber auch in einem allgemeineren Sinn den Begriff Heimat in Zeiten der Globalisierung und setzen sich so mit einem Phänomen auseinander, das nicht nur als "Festung Europa" politische Bedeutung erlangt.

Charif Benhelima hat zuletzt für einige Zeit an der Serie "Semitics" gearbeitet, aus der er eine Arbeit herauslöst und im Studio 3 zeigen wird. Sie besteht aus einer Tafel, die aus 135 Polaroid-Fotos zusammengefügt ist und sich in zwei Schichten organisiert. Aus einer Mixtur reproduzierter Porträts und Reportage-
aufnahmen von Juden, Arabern, Sephardim und sich selbst fügt Benhelima
Ján Mancuska, der gemeinsam mit zwei anderen Künstlern in diesem Jahr Tschechien bei der Biennale in Venedig vertritt, arbeitet seit längerem mit einfachen, alltäglichen Gegenständen in der Tradition der Arte povera, verschmilzt diese Form aber mit einer spezifisch osteuropäischen Ausprägung der Konzeptkunst, in der Sprache einen höchst räumlichen Ausdruck gewinnt. Mancuska setzt häufig Wortreihungen, Textketten oder narrative Stränge ein, um geläufige sprachliche Kategorien durch die sinnliche Raumerfahrung des Betrachters zu brechen.

Jan Mancuskas Installation im Studio 2 erzählt die wahre Geschichte einer Frau namens Eva, die ihren Partner zuletzt wohl deshalb verließ, weil er die enervierende Angewohnheit besaß, das Fernsehgerät um neunzig Grad auf die Seite zu kippen, um seitlich auf der Couch ausgestreckt das Bild besser betrachten zu können. Mancuska beläßt es aber nicht bei der Erzählung selbst. Er zwingt den Besucher in eine Art dreidimensionales Storyboard. Von Sitzcouch zu Sitzcouch nämlich muss das Publikum in dieser Installation eilen, um Sequenz für Sequenz der Handlung zu folgen, die in Voice-over Fragmenten aus den Monitoren dringt.

So wird die Erzählung zu einem Experiment der Raum- (und Kunst-)wahrnehmung, in dem die erzählte Sprache zu einer räumlichen Herausforderung an die Betrachter wird.

home alone. 25.11- 11.12. 2005, Mi - So, 14 - 19 Uhr,
Studio 2 - Eröffnung: Donnerstag, 24. November 2005, 19 Uhr
Der im Iran gebo-
rene und in Bremen lebende Maler Ahmad Motiee breitet ein Kalei-
doskop von Erzäh-
lungen vor dem Betrachter aus, der in den Zeich-
nungen liest wie wie in einem aufgeschla-
genen Buch. Dabei verleiht Motiees spezielle Bearbei-
tungstechnik den Zeichnungen nicht nur haptische Plastizät. Sie versöhnt auch Tradition und Gegenwart, politische Analyse und kalligraphische Schönheit.

25.-27.11. und 2.-4. 12.2005, Studio 242, Fr-So, 14-19 Uhr - Eröffnung: Donnerstag, 24. November 2005, 19 Uhr
Das Künstlerhaus Bethanien präsen-
tiert im Rahmen der 1. Kulturtage Ser-
biens und Monte-
negros 2005 in Deutschland die Gruppenausstel-
lung "Montenegrin Beauty", zeitge-
nössische Kunst aus Montenegro. Zwölf Künstler aus Mon-
tenegro zeigen zahlreiche Arbeiten, die sich mit dem in ihrer Heimat allge-
genwärtigen Klischee der Schönheit des Landes und seines natürlichen und kulturgeschichtli-
chen Reichtums auseinandersetzen. Diese Schönheit gilt als gottgewollt und darum unumstößlich. Der Omnipräsenz dieser nahezu mystischen Verklärung stellen die zwischen 1950 und 1976 geborenen Künstler ihre künstlerischen Interventionen gegenüber, die derartige Klischees kritisch hinterfragen.

Mit Ozana Brkovic, Vesko Gagovic, Roman Ðuranovic, Irena Lagator, Jovan Mrvaljevic, Suzana Pajovic Zivkovic, Milija Pavicevic, Lazar Pejovic, Igor Rakcevic, Nikola Simanic, Jelena Tomaševic, Natalija Vujoševic.

Montenegrin Beauty - Zeitgenössische Kunst aus Montenegro - 25. November – 18. Dezember 2005, Mittwoch – Sonntag, 14 – 19 Uhr, Eröffnung: Donnerstag, 24. November 2005, 19 Uhr
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01.03.2012
Eröffnung/Opening:
Gabrielle de Vietri
01.03.2012
Eröffnung/Opening:
Xavier Mary
01.03.2012
Eröffnung/Opening:
Song-Ming Ang
01.03.2012
Eröffnung/Opening:
"Super 8" - artist curated video exhibition
01.03.2012
Eröffnung/Opening:
ZUSPIEL/ Robert Lippok
Der Umzug des Künstlerhauses Bethanien wurde ermöglicht durch:

Impressionen vom neuen Standort:

Halleluhwah! Hommage à CAN


BE Magazin 18
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