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 Ausstellungen

Tom Sandberg

Lisa Jonasson

Videokunst

Wer Tom Sandbergs großformatige Schwarzweißfotografien betrachtet, sieht meist bekannte Motive. Vertraute Archetypen der alltäglichen Wahrnehmung werden fast typologisch geradlinig zur Abbildung gebracht. An Stelle der überbordend kleinteiligen Details vieler zeitgenössischer Fotografien scheinen sich die Bildausschnitte auf ihre Gegenstände wie auf Symbole größerer Zusammenhänge zu konzentrieren.

Sandbergs Motive sind vielfältig: grandiose, schneebedeckte Berggipfel und Meerlandschaften, ein in der Straße geparktes Auto, ein gespenstisch in Nebel getauchtes Haus, ein Kleinkind am Strand. Häufig kommen Luftaufnahmen zum Einsatz und entrücken die Erde aus einem Stadium der Schwebe heraus. In seinen Bildern von Meerlandschaften oder Wolkenformationen ist das eigentliche Motiv kaum noch erkennbar und die Kamera lotet die Grenzen dessen aus, was das Auge überhaupt erfassen kann. Dies verstärkt die Aura des Unwirklichen, bisweilen auch Unheimlichen, die vielen seiner Bilder eigen ist.

Sandberg wird so statt zum Dokumentaristen zum Typologen des menschlichen Blicks. Seine Details lassen kaum Rückschlüsse auf ihren größeren Kontext zu. Sie verweisen weder auf den spezifischen Ort noch die geografische Umgebung der Aufnahme. So sind die Fotografien des viel reisenden Künstlers auch "fragmentarische Dokumente seines Unterwegsseins". (Mirjam Thomann, BE #14)



Fotografien 2007, Studio 2,
17.08 ? 02.09.2007,
Eröffnung: Donnerstag, 16. August 2007, 19 Uhr

Lisa Jonassons Grafiken, Poster, Comics und Zeichnungen könnte man auf den ersten Blick für Produkte einer naiven Kunstauffassung halten, weil sie detailreich und opulent die Vielfalt der Welt in weitläufig ausgebreiteten Tuschepanoramen widerspiegeln. Ihre Arbeiten sind jedoch auf den zweiten Blick nicht arachaisch, sondern künstlerische Forschungsprojekte, in denen die menschlichen Gemütszustände und ihre äußere Erscheinung, Eigen- und Fremdwahrnehmung und Effekte des Kollektivs auf das Individuum abgehandelt werden.

"Betrachtet man die neusten Arbeiten der schwedischen Künstlerin Lisa Jonasson, stellt sich das Gefühl ein, dass das Bild mit sich selbst kämpft. Körper, Gesichter, Stile, Blicke und Posen - jedes noch so kleine Detail scheint sein Inneres nach außen kehren zu wollen, und fast scheint es, als wolle es seiner eigenen Form entkommen. Der Betrachter kann sich mithilfe ganz alltäglicher, vertrauter Details ? wie z.B. eine Hand, ein Pferd, ein Auge ? in das Bild hinein begeben, um dann jedoch in befremdliche Windungen mit überraschenden Assoziationen und Verwandlungen hineingezogen zu werden. Mit dieser Verzerrung der Motive geht bei Jonasson eine gleichzeitige Verzerrung des Stils einher: der endlose Fluss mutierter Gesichter und grotesker Kreaturen in ihren Bildern wird in einem freakigen Mix von Zeichenstilen dargestellt, der anmutet wie die imaginäre Volkskunst in einer Kultur, die erst noch erfunden werden muss." (Matti Kallioinen).



Drawings, Studio 3,
17.08 ? 02.09.2007,
Eröffnung: Donnerstag, 16. August 2007, 19 Uhr

In zwei zeitlichen Abschnitten zeigt die Künstlerhaus Bethanien GmbH Videoarbeiten des Künstlerpaars Heather und Patrick Burnett-Rose und der Künstlerin und Architektin Pia Lidmann. Beschäftigen sich Heather und Patrick Burnett-Rose mit politschen und militärischen Konflikten, Konsumdenken, Gewalt und dem Technikwahn unserer Gesellschaft, so demonstriert Pia Lidmann den Einfluss einer selbst konstruierten Aufnahmeapparatur auf das gefilmte Individuum. In ihrem Video übernimmt der Apparat die Macht über das Bild.



Burnett-Rose / Pia Lindmann, Studio 1,
17.08 ? 02.09.2007,
Eröffnung: Donnerstag, 16. August 2007, 19 Uhr

Burnett-Rose ? Finale: Beautiful Sad, 16. ? 24. August 2007, Studio 1 / Pia Lindman ? Fascia, 25. August - 2. September 2007, Studio 1

Open Studios

Wie schon im Januar bietet die Künstlerhaus Bethanien GmbH einen direkten Einblick in die Arbeit und aktuellen Projekte der KünstlerInnen des Internationalen Atelierprogramms.

Während der Eröffnungen am 16. August ab 19 Uhr öffnen die folgenden Künstler ihre Ateliers dem Publikum: Ursula Berlot (Slowenien), Anita di Bianco (USA), Catherine Bolduc (Kanada), Zoya Cherkassky (Israel), Nico Dockx (Belgien), Hadassah Emmerich (Niederlande), Haris Epaminonda (Zypern), Hadley + Maxwell (Kanada), Lisa Jonasson (Schweden), Natha-lie Latham (Australien), Moonjoo Lee (Republik Korea), Adriana Molder (Portugal), Luca Trevisani (Italien), Marianne Vierø (Dänemark) und Ming Wong (Singapur).

Am 16. August 2007 sind die Studios von 19 - 22 Uhr geöffnet.



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Der Umzug des Künstlerhauses Bethanien wurde ermöglicht durch:

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Halleluhwah! Hommage à CAN


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