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 Ausstellungen

János Fodor ist ein Realist des kurzen, abgeschlossenen Moments. Seine Filme sind meist Sequenzen aus zahlreichen Momentaufnahmen, die in Augenblicken des alltäglichen, urbanen Lebens das Außergewöhnliche entdecken. Fodor entwickelt dafür kurze Clips, die einzelne Ideen vermitteln, ohne sich dabei allzu lange mit formalen Fragen oder sentimentalen Betrachtungen aufzuhalten. Mit einer Mischung aus Ironie und Sympathie wird der Künstler dabei zum Flaneur zwischen Stadtraummöblierungem und öffentlichen Verkehrsmitteln, Schaufensterdekorationen und Schildern aller Art und macht sich zum Beobachter der verschiedensten Bewohner urbaner Räume.

"In Fodors Arbeiten verzerren reflektierende Oberflächen auf kreative Weise die Realität, bringen Wetterfahnen auf Kirchen dazu, sich zu verbeugen und zu schimmern, und das Flattern einer Plastikverpackung, die an einem windigen Tag auf einer Reihe nagelneuer Straßenpoller zurückgelassen wurde, bringt spirituelle Wahrheiten ans Licht." (M. und R. Fowkes)

János Fodors Ausstellung in Studio 3 präsentiert eine Serie digitaler Momentaufnahmen, eine Sammlung vorgefundener Installationen, Situationen und Aktionen, sowie kleinere Objekte, Zeichnungen, Video und Sound, denen eines gemeinsam ist. Sie alle haben einen Bezug zu Berlin und befassen sich mit der Erforschung des urbanen Raumes.



Studio Ausstellung/Studio Exhibition, Studio 3,
23.06 – 09.07.2006,
Eröffnung: Donnerstag, 22. Juni 2006, 19 Uhr

Seit Ausstellungen wie Konsumgüter beworben werden, muss die Kunst sich anstrengen adrett dreinzuschauen. Zuletzt entwickelten etwa die Produkte MOMA und GOYA die Markpenetration von OMO und ARIEL, so dass man beinahe von Notwehr sprechen kann, wenn ein Künstler seine zeit- und kunstkritischen Positionen hinter dem unübertrefflichsten aller Blockbustertitel verbirgt: Monet: A Retrospective.

Nichts weniger als impressionistische Malerei nämlich ist Serkan Özkayas Sache, der freilich als Kritiker und Kunstbetriebsanalytiker genau weiß, auf welche Schlagworte der internationale Ausstellungsbetrieb mit Gier reagiert. Özkayas Skulptur "Goldenboy", die den Mittelpunkt seiner Ausstellung im Künstlerhaus bildet, zeigt eine lebensgroße Skulptur, die sich selbst zu erhängen scheint, dabei aber simultan die verschiedenen Stadien der körperlichen Agonie in sich vereint. Diesem "Archiv von Bewegungen in der Zeit" stehen Fotografien und eine Videoarbeit, die bereits als Beitrag zur 9. Istanbul Biennale Aufmerksamkeit fand.

So entsteht eine doppelte Ausstellung im Studio 2 am Mariannenplatz: Jene, die der Betrachter vorfindet, und jene, die ein retrospektiven-
begeistertes und harmoniebedürftiges Publikum imaginiert, wenn ihm in den Ankündigungen der Veranstaltungs-
magazine und Tageszeitungen einen Überblick über Monets Oeuvre verheißen wird.



Monet: A Retrospective, Studio 2,
23.06 – 09.07.2006,
Eröffnung: Donnerstag, 22. Juni 2006, 19 Uhr

Willoughby Sharp und Pamela Seymour Smith sind Gäste des Berliner Künstlerpro-
gramms des Deutschen Akademischen Austauschdiensts mit Arbeitsatelier im Bethanien. Im Studio 144 eröffnen Sharp und Smith parallel zu den Ausstellungen des Internationalen Atelierprogramms ihre gemeinsame Ausstellung "Together".

Die künstlerische Zusammenarbeit des Duos besteht seit Ende 2003 und umfasst vor allem Projekte im Bereich der digitalen Video- und Fotoproduktion.
Seymour Smith zeigt anlässlich der Ausstellung erstmals eine Auswahl ihrer Digitalfotos, die sie unter dem Titel "Mystery and Manners" mit Texten von Flannery O’Connor kombiniert hat, sowie eine Auswahl von Dokumentarfotos der Ausstellung "Who is Willoughby Sharp?", die bis zum 10. Juni im Kunstpunkt Berlin gezeigt wurde.

Willoughby Sharp zeigt eine skulpturale Arbeit mit dem Titel "Beuys Lives", die eine DVD mit einem von Sharp geführten Beuys-Interview aus dem Jahr 1971 sowie die beiden lebenden Kaninchen Joseph und Josephine einschließt.



Together, Studio 144 , 1. OG,
23.06 – 09.07.2006,
Eröffnung: Donnerstag, 22. Juni 2006, 19 Uhr

Ab dem 23. Juni ist die Ausstellung nur nach vorheriger Anmeldung zu besichtigen. Bitte wenden Sie sich an die Telefonnummer 614 88 47 oder die gemeinsame E-Mail-Adresse der Künstler.

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