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 Ausstellungen

Es gibt viele Versuche, sich den eigenen Körper zu unterwerfen. Bodybuilder und Hochseilartisten künden davon, und jeder Großstadtmarathon ist eine Massendemon-
stration kollektiver Selbstdisziplinierung. Die radikalste Form, sich die Physis zum Objekt seiner selbst zu machen, ist jedoch zweifellos die Gestaltung der Haut mit Zeichen und Markierungen. Damit sind nicht die epidemischen Ibiza-Tattoos und der biedere Ohrring gemeint, sondern die Sehnsucht nach dem körperlichen Gesamtkunstwerk. Ab dem 4. August zeigt das Künstlerhaus einen Überblick über die Praxis physischer Selbststilisierung: Durch Tätowierungen, Schnitte, Stiche und die Verwandlung der Haut in ein Trägermaterial für Kanülen und Nadeln.

Die von Christoph Tannert kuratierte Ausstellung SIGNS & SURFACES versammelt Fotografien von Andreas Fux, Ali Kepenek und Herbert Hoffmann, auf denen Piercings und Selbstverletzungen in ihrer radikalsten Form zu sehen sind. Auf ihren Bildern werden Körper Bühnen schmerzhafter Inszenierungen, Gesichter geraten zum Hintergrund grafisch angeordneter Nadeln und die Haut wird zur Leinwand ornamentaler Dekorationen.
So wird das Ausstellungsprojekt zum Führer durch die Praxis körperlicher Markierung, zeigt aber auch individuell-biographische Entstehungslegenden und verknüpft die Technik der Körpermanipulation mit Mythos, Spiritualität und Fantasy.


Signs & Surfaces, Studio 1,
04.08 – 20.08.2006,
Eröffnung: Donnerstag, 03. August 2006, 19 Uhr

Im Museum hängen die Bilder wie Heiligtümer. Nur Kunsthistoriker und andere Eingeweihte lesen aus Geheiminformationen die Entstehungsgeschichte heraus. Marten Janssen widerruft diese Aura des Vollendeten schon im vorhinein. Sein Ziel ist es, Entstehungsprozesse und Montagespuren im Werk selbst sichtbar zu machen. Produktion und Zufall werden bei Janssen gewissermaßen zum Sujet. So kann das Publikum, das sich bei der Betrachtung Zeit für die Spurensuche nimmt, die künstlerischen Strukturen zu ihren Anfängen zurückverfolgen.



Transresistor, Studio 3,
04.08 – 20.08.2006,
Eröffnung: Donnerstag, 03. August 2006

Filippa Arrias beschäftigt sich vor allem mit Malerei, arbeitete aber auch im Bereich der Fotografie und der Szenografie. Die Ausstellung “dazwischen” in Studio 4 zeigt ausgewählte Gemälde eines derzeit laufenden Projekts, das Medien-Bilder und deren Einfluss auf unser Alltagsleben beleuchtet, und gleichzeitig die gezeigten Ideale und Realitäten unserer heutigen globalisierten Weltsicht kritisch hinterfragt. Medien und Werbung nutzen die Ikonographie von Malerei zum effektiven Transport ihrer Message, Filippa Arrias wiederum setzt die Message erneut in das “langsame” Medium Malerie um.



dazwischen, Studio 4,
04.08 – 20.08.2006,
Eröffnung: Donnerstag, 03. August 2006, 19 Uhr

Es gibt zwei Arten politischer Gegen-
wartskunst: Die plakativ-besserwis-
serischen, die dem Betrachter ein gutes Gefühl vermitteln, und die langwierig recherchierten, mit denen die Kunst an die Grenzen ihres angestammten Wirkungsbereichs tritt. In seiner Ausstellung im Künstlerhaus Bethanien stellt Jesper Nordahl das Women's Center Frauenselbsthilfe-
projekt und das Wasserkraftwerk-
Projekt Kotmale in Sri Lanka vor. In acht Videos und mit Hilfe eines großformatigen Billboards beleuchtet er den politischen Kontext und die Auswirkung von "Free Trade Zones" und zeigt Alternativen zu der aktuellen Politik der Welthhandesorga-
nisation auf.

Nordahl hat sich seit langem intensiv mit Prinzipien der Umsetzung und der Frage der moralischen Legitimation westlicher Wirtschaftshilfe auseinanderge-
setzt. Er ist zu Brennpunkten der Globalisierung und des Versagens politischer und wirtschaftlicher Strategien des Westens gereist und hat sich persönlich ein Bild von den Konflikten gemacht – bei Protesten gegen die WTO, oder mit Blick auf die Arbeit von Aktionszentren von Frauen, deren Streben nach besseren Lebensbeding-
ungen er dokumentiert.



Katunayake Free Trade Zone and the Kotmale Project, Studio 2,
04.08 – 20.08.2006,
Eröffnung: Donnerstag, 03. August 2006, 19 Uhr

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01.03.2012
Eröffnung/Opening:
Gabrielle de Vietri
01.03.2012
Eröffnung/Opening:
Xavier Mary
01.03.2012
Eröffnung/Opening:
Song-Ming Ang
01.03.2012
Eröffnung/Opening:
"Super 8" - artist curated video exhibition
01.03.2012
Eröffnung/Opening:
ZUSPIEL/ Robert Lippok
Der Umzug des Künstlerhauses Bethanien wurde ermöglicht durch:

Impressionen vom neuen Standort:

Halleluhwah! Hommage à CAN


BE Magazin 18
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