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 Ausstellungen

Die erhitzten Debatten sind fast vergessen, in denen der deutsche Stammtisch sich über die Kriegsdienstverweigerer als Drückeberger erregte. Längst wird der Zivildienst auf seiner letzten Silbe betont und vom Staat als preiswerter Sozialservice ausgenutzt. Althea Thauberger interessiert diese deutsche Einrichtung aber noch aus anderen Gründen. Ihre künstlerische Arbeit setzt sich seit längerem mit Selbstdarstellung und Individualismus in der zeitgenössischen Kultur auseinander. Dabei konzentriert sie sich auf Jugendliche und junge Erwachsene. Der Zivildienst ist in diesem Sinn für sie ein ideales Untersuchungsfeld, bringt er doch junge Männer verschiedenster Herkunft zu einer temporären Gemeinschaft zusammen. Thauberger nutzt sie anhand eines fiktiven Szenarios, um Performances zu inszenieren, die dann in Kurzfilme umgesetzt werden. Die Proben und Aufnahmen finden während der Öffnungszeiten im Ausstellungsraum statt. Thaubergers Installation ist dabei zugleich Filmset und Ausstellungsarchitektur.



, Studio 1,
01.09 – 17.09.2006,
Eröffnung: Donnerstag, 31. August 2006

Das von Jenny Yurshansky und Jacqueline Hoang Nguyen kuratierte UNCLASSIFIABLE-Projekt sucht die etablierten Grenzen zwischen den künstlerischen Bereichen Kino, Video und Performance zu überschreiten und das Verständnis dieser Kunstformen und der heutigen kreativen Praxis neu zu orientieren. Die gezeigten Werke machen sich Methoden aus jedem dieser Genres zu eigen und werden an einem 'alternativen' Ort in ungewöhnlichem Setting im Freiluftkino Kreuzberg gezeigt.

Zu sehen sind Videos von Eija-Liisa Ahtila (FIN), Johanna Billing (S), Miriam Bäckström (S), Henrik Lund Jørgensen (DK), Kirsten Leenars (NL), Tova Mozard (S), Khaled D. Ramadan (DK), Jorunn Myklebust Syversen (N), Stina Wirfelt (S), sowie eine Performance von PlanningToRock (UK).
Bereits um 18:00 Uhr findet im Künstlerhaus Bethanien (Clumbraum, 3.OG) eine Podiumsdiskussion mit Künstlern aus dem Projekt statt (Moderation: Jessica Segerlund)




Die Erwartungen an Kunst und Kultur und ihre sozialen Potentiale haben am Marianneplatz zuletzt einige Schlagzeilen gemacht. Wie sich Kunst nützlich machen kann und wer von ihr profitiert, war dabei höchst umstritten. Reiner Maria Matysiks Projekt ist deshalb weniger eine Ausstellung in klassischem Sinne als ein Workshop mit offenem Ausgang, in dem Gruppen aus der Bevölkerung dazu eingeladen sind, Ideen und Utopien zu formulieren.

Vom 1. bis 17. September wird Matysik, der zuvor bereits naturwissenschaftliche Visionen untersuchte und als Skulpteur ausgewiesene botanisch-zoologische Forschungen betrieb, seine Gäste dazu anregen, neue Visionen für sich und die Gesellschaft zu entwickeln. Dabei werden konkret folgende Fragen gestellt: Welches Lebewesen wünschen Sie sich für die Zukunft? Wie können neue Lebensformen aussehen? Konkretisiert werden die Ideen mithilfe von Papier, Stift, Werkzeug und Modelliermasse. Es wird geformt, beschrieben und gezeichnet. So entwickeln die TeilnehmerInnen ihre Wünsche und Ideen im Hinblick auf postevolutionäre Lebewesen und Lebensformen. Die Ergebnisse werden anschließend im Ausstellungsraum präsentiert.

Im Anschluss an die Workshops werden von 19 bis 20 Uhr Video-Interviews gezeigt, die Reiner Maria Matysik mit Vertretern von NGOs und Umweltschutzgruppen zum Thema "Ist Natur sinnvoll?" geführt hat.



izl – initiative zukünftige lebensformen, Studio 3,
01.09 – 17.09.2006,
Eröffnung: Donnerstag, 31. August 2006, 19 Uhr

bethanien-fuer-alle.de

Mit Filippa Arrias (S) . Mladen Bizumic (NZ) . Wim Catrysse (B) . Maarten Janssen (NL) . Yunho Kim (ROK) . Jannicke Låker (N) . Lynne Marsh (CAN) . Melvin Moti (NL) . Jesper Nordahl (S) . Arturas Raila (LT) . Sancho Silva (P) . Natascha Stellmach (AUS) . Takahiro Suzuki (JP) . Althea Thauberger (CAN) . Kerry Tribe (USA)



Kerry Tribes Filme, Videos und Installationen loten die Wechsel-
beziehungen zwischen Subjektivität und Darstellung aus und erforschen die Grauzonen zwischen dem Authentischen und dem Drehbuchhaften, dem Kollektiven und dem Spezifischen. Die Ausstellung Subjective Effects umfasst eine Trilogie von Werken, die um Wahrnehmung, Zufall und die Phänomenologie des Erinnerns kreisen, und einige mit den Werken verknüpfte Fotos. Dabei zeigt Tribe auch die in diesem Jahr in Berlin entstandene Videoarbeit Episode. Episode wurde im DFA-Studio am Brandenburger Tor aufgenommen und zeigt eine von der Moderatorin der Talkshow “Quadriga” geleitete Diskussion mit der Künstlerin und zweien ihrer Jugendfreunde, die sich nach fünfzehn Jahren zum ersten Mal über ihre unterschiedlichen subjektiven Erinnerungen an ein weit zurückliegendes Ereignis austauschen: Während eines gemeinsamen Sommer-Trips der Freunde quer durch die USA wurde der nächtliche Himmel über dem Norden Idahos plötzlich von seltsamen Lichterscheinungen erhellt. Im zwanglosen Gespräch des Talkshow-Formats wird der Zuschauer Zeuge der Unterschiedlichkeit subjektiver Wahrnehmung und der vielen Facetten von Erinnerung.



Subjective Effects, Studio 2,
01.09 – 17.09.2006,
Eröffnung: Donnerstag, 31. August 2006, 19 Uhr

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22.07.2010
Eröffnung/Opening:
Chua Chye Teck
22.07.2010
Eröffnung/Opening:
André Romão
11.06.2010
Künstlerhaus Bethanien RELAUNCH:
Kottbusser Str. 10, 10999 Berlin
11.06.2010
Eröffnung/Opening:
Patrick Bernatchez
Der Umzug des Künstlerhauses Bethanien wird ermöglicht durch:

Impressionen vom neuen Standort:


BE #16 nanny
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