Zoya Cherkassky kreiert die Motive ihrer Bilder häufig am Computer, druckt diese auf Leinwand und bearbeitet das Ergebnis anschließend mit Acryl- und Ölfarbe - ein Verfahren, das ganz bewusst den Aspekt des Seriellen betont und Cherkasskys Auseinandersetzung mit Themen wie Identität und Individualität in unserer Massenkultur Rechnung trägt.
Für das Projekt "disobedience" arbeitet Zoya Cherkassky unter dem Label "The New Discourse Group" mit dem Exilrussen Avdey Ter-Oganian zusammen, der vor allem für seine Performances gegen die Zensur der freien Rede im postsowjetischen Russland bekannt ist.
Das Projekt präsentiert sich als raumfüllende Installation, die sich aus verschiedenen Komponenten zusammensetzt. Cherkassky und Ter-Oganian untersuchen die Rolle des Künstlers in der heutigen Gesellschaft und formulieren ihre Kritik an der Institutionalisierung von Kunst, indem sie auf ironische Weise das Betriebssystem Kunst und dessen Protagonisten attackieren.
Neben einer Reihe übermalter Collagen, die aus Versatzstücken von bekannten und allgemein anerkannten Werken der zeitgenössischen Kunst angefertigt wurden, finden sich Bilder in Agitations-Manier, die aus verschiedenen Blickwinkeln und mit unterschiedlichen Techniken die existierenden Verhältnisse in der Gegenwartskunst kritisieren und die Krise des kritischen Diskurses im Rahmen des institutionalisierten Systems sichtbar machen.
Zoya Cherkassky ist Stipendiatin der IcExcellence - Israel Cultural Excellence Foundation.
Zoya Cherkassky
und Avdey Ter-OGANIAN
The New Discourse Group
"disobedience"
2. - 18. November 2007
Studio 3
Save the Date!
28. November, 18:30 Uhr, Studio 1, 2. Etage
Betting on Shorts: Mad or Bad?
Jährliches Kurzfilmfestival in Zusammenarbeit mit
ICA (London), Palais du Tokyo (Paris), NOMAD, (Istanbul) sowie 7 weiteren Institutionen in Griechenland, Polen, Russland, Serbien, Slovenien, Spanien und den Niederlanden.
www.bettingonshorts.com
www.nomad-tv.net
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Ur¨ula Berlot beschäftigt sich mit elementaren organischen Prozessen in der Natur, den metamorphen Zuständen von Licht und Materie und deren Analogie zu mentalen Prozessen der Wahrnehmung. Ihre kinetischen Lichtinstallationen forschen nach der Beziehung zwischen Materiellem und Immateriellem, zwischen Empfinden und Verstehen, Vergänglichem und Dauerhaftem.
Reflektiertes Licht, das durch geriffeltes Plexiglas fällt, erzeugt monochrome, schattenhafte Bilder, die auf einen weißen Screen, den Boden oder die Wand projiziert werden und den Eindruck von Dreidimensionalität und Materie entstehen lassen. Die Künstlerin erreicht diesen Effekt durch ein Zusammenspiel von transparenten Flächen, Spiegelungen, Schatten und Licht, das den Betrachter abstrakte Grundrisse, Landschaften oder organische Strukturen des Mikrokosmos erkennen lässt. Die Licht-Raum-Installation "pulsation / Cross-sections" besteht aus einer Gruppe von Werken, deren einzelne Formen und Inhalte mithilfe unterschiedlicher Medien gegenseitig aufeinander übertragen, reproduziert oder gespiegelt werden und sich zu einer bizarren künstlichen, dabei organisch anmutenden mentalen Landschaft fügen. So entsteht ein flüchtiger, zwischen den Dimensionen
oszillierender Raum, der den Betrachter zu einer erweiterten Erfahrung von Wahrnehmung herausfordert.
Ur¨ula Berlot ist Stipendiatin der Schering Stiftung Berlin im Rahmen des Internationalen Atelierprogramms.
Ur¨ula Berlot
pulsation / Cross-sections
2. - 18. November 2007
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