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 Ausstellungen

Mladen Bizumic zeigt im Künstlerhaus Bethanien zwei Akte einer "Räumliche Oper", in der die Facetten zeitgenössischer Geopolitik mit den Erscheinungsformen der Architektur ins Verhältnis gesetzt werden. Die Inszenierung präsentiert Beiträge weiterer KünstlerInnen, MusikerInnen, TheoretikerInnen und, in einem Fall, seiner Mutter. Bizumic folgt dabei auch in Berlin seinem Prinzip, sich auf das urbane Umfeld und die Geschichte des Ortes zu beziehen, an dem er arbeitet und lebt. "How If - A Translation In III Acts" macht das Areal zwischen dem Künstlerhaus Bethanien und PROGRAM, dem Aufführungsort des dritten Aktes der Oper in der Berliner Invalidentraße, zum Bestandteil des Projekts.

"ACT I Freud Museum (for her) 2006-2007" besteht dabei aus einer Vitrine mit Fragmenten verschiedener Gebäude in Wien, die von einem Klavierstück und einem von der Mutter des Künstlers verfassten "psychoanalytischen Gedicht" beglitet werden. "ACT II Sister Cities of Berlin (Paris) 2007" ist eine Videoinstallation, die Pariser Straßenlaternen durch die Glastür eines Gebäudes wie durch ein verzerrendes Prisma zeigt, während eine Stimme aus dem Off beginnt, eine Geschichte über den Pariser Vorort Le Kremlin-Bicetre zu erzählen, die schließlich in ein Interview mit zwei ortsansässigen französischen KünstlerInnen übergeht. "ACT III" schließlich, den Bizumic bei PROGRAM zeigt, ist ein Multi-Channel Videoprojekt, mit dem er sich bereits seit 2004 beschäftigt, und in dem das Bild des UNESCO Hauptsitzes in Paris und das Bild einer Schneelawine auf dem Mount Cook in Neuseeland zu enem sich ständig wandelnden Rorschach-Fleck verschmelzen, der die Kulturpolitik der UNESCO reflektiert.



How If - A Translation in III Acts, Studio 2,
30.03 – 15.04.2007,
Eröffnung: Donnerstag, 29. März 2007, 19 Uhr

Act III at PROGRAM: Initiative für Kunst + Architektur Kollaborationen Invalidenstrasse 115, Berlin-Mitte

Seit zehn Jahren bereits betreibt Takahiro Suzuki das IKIRO-Projekt: Tag für Tag schreibt er das japanische Wort "Ikiro", zu Deutsch so viel wie "Lebe!" in verschiedenen Kontexten, in Museen ebenso wie im öffentlichen Raum. Takahiro Suzuki hat mit diesem Projekt bereits zahlreiche Länder bereist und sein "IKIRO" an so unterschiedlichen Orten wie Tempeln in Nepal und Galerien in New York geschrieben. Das imperative "Lebe!"-Schriftzeichen ist dabei zugleich eine Aufforderung an den Leser wie eine selbstbeschwörende Formel für den Künstler, der sie seinem Publikum erteilt. Inzwischen hat Takahiro Suzuki das "IKIRO"-Projekt zu seinem Lebensprojekt erklärt. Erst mit seinem Tod soll es einmal seinen Aschluss finden.

In Suzukis "IKIRO"-Performances und Installationen fließen immer auch ortsspezifische Charakteristika mit ein. So hat er für die Präsentation in Studio 1 ein großformatiges "IKIRO"-Gemälde mit dunkler, von ihm selbst zutage geförderter Erde aus der Parkanlage vor dem Bethanien-Gebäude angefertigt. Zugleich führt er die wechselvolle Geschichte seines Ausstellungsortes am Berliner Mariannenplatz mit der Bilddokumention seines Lebensprojektes "IKIRO" zusammen - ein Miteinander der Gegensätze und Parallelrealitäten, das sich während der Ausstellung in einer täglichen Praxi Vereint: Der Künstler wird mit Pinsel und chinesischer Tusche ein Blatt Reispapier nach dem anderen mit dem Schriftzeichen "IKIRO" beschreiben, so dass seine Installation mit jedem Tag der Ausstellung weiter wächst.



IKIRO - Be alive, Studio 1,
30.03 – 15.04.2007,
Eröffnung: Donnerstag, 29. März 2007, 19 Uhr

Nicolás Robbio benutzt für seine Arbeit einfache Dinge. Ein Tisch, ein Stuhl und vielerlei Alltagsgegenstände werden zu "allgemeinen Wissensobjekten" ("objects of general knowledge") und verwandeln sich in Metaphern für Bedeutung. Allgemein ist an den Objekten demnach nicht ihre gegentändliche Alltäglichkeit, sondern eine Art generelle Bedeutungs-
trägerschaft jenseits der Grenzen von Zeit und Raum. Der Künstler zerlegt die Dinge in ihre feinen, multiplen und beweglichen Einzelelemente, aus denen sie sich zusammensetzen. Er nimmt sie auseinander als wolle er entdecken, was genau es sei, das ein Objekt in seinem Innersten konstituiert. Mithilfe dieser Vorgehensweise führt er dem Betrachter vor Augen, dass Objekte, ob wir sie sehen oder imaginieren, uns niemals in ihrer ganzen Komplexität bewusst werden können. Robbio macht sich dabei scheinbar mühelos die verschiedensten künstlerischen Medien zu Nutze. Einen Teil seines Fotografie, Video, Zeichnung und ortsspezifische Installationen umfassenden Werks zeigt er nun im Studio 3 des Künstlerhauses.



Avalanche, Studio 3,
30.03 – 15.04.2007,
Eröffnung: Donnerstag, 29. März 2007, 19 Uhr

Vom 17. – 28. März 2007 wird in den Räumen der Berliner Galerie Invaliden1 in der Brunnenstraße 22 ebenfalls eine Ausstellung mit Arbeiten von Nicolás Robbio gezeigt.

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01.03.2012
Eröffnung/Opening:
Gabrielle de Vietri
01.03.2012
Eröffnung/Opening:
Xavier Mary
01.03.2012
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Song-Ming Ang
01.03.2012
Eröffnung/Opening:
"Super 8" - artist curated video exhibition
01.03.2012
Eröffnung/Opening:
ZUSPIEL/ Robert Lippok
Der Umzug des Künstlerhauses Bethanien wurde ermöglicht durch:

Impressionen vom neuen Standort:

Halleluhwah! Hommage à CAN


BE Magazin 18
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