Yunho Kims Fotografie lenkt den Blick auf stereotype Verhaltensweisen, die festgelegten Situationen entspringen und sich in immer gleichen fotografischen Motiven oder Genres zu manifestieren scheinen. Anlässlich seines Projekts When Spring Comes, das sich mit der in Korea außerordentlich populären Hochzeitsfotografie befasste, stellte Kim fest, dass alle Brautpaare stets die selben Blickwinkel und Hintergründe für die Fotoaufnahmen auswählten, selbst wenn sie wegen allzu großem Andrang Schlange stehen mussten und andere attraktive Motive verfügbar waren. In ähnlicher Weise untersuchen Yunho Kims aktuelle Projekte das Phänomen des Tourismus.
Der Künstler ging im europaweiten Selbstversuch per Interrail der Frage nach, warum der Mensch als Tourist von einem Ort zum nächsten hetzt, nur um die immer gleichen Amateurfotos z.B. vom Eiffelturm, dem Brandenburger Tor oder der Tower Bridge mit nach Hause zu nehmen. Kims Aufnahmen von diesen Orten nehmen ihnen ihren Zauber, der in weiten Teilen der touristischen Erwartungshaltung und den Fantasien und romantischen Träumereien der Menschen entspringt. So entsteht nicht nur eine Kritik sozialer Stereotypen, sondern auch eine Selbstkritik der Fotografie: "I take pictures thinking about taking pictures." (Yunho Kim)
The fifth travel, Studio 2, 19.01 – 04.02.2007,
Eröffnung: Donnerstag, 18. Januar 2007, 19 Uhr
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"Magic is made to fool the mind and not the eye." (John Mulholland in 'The Magic Manual')
Auf der Suche nach einer magischen Waffe beauftragte die Central Intelligence Agency im Jahr 1953 John Mulholland, einen bekannten Zauberkünstler, ein Handbuch zu verfassen. "The Magic Manual" sollte Geheimagenten dazu befähigen, im Zuge ihrer geheimen Aktionen die Kunst der Täuschung anzuwenden. Ich machte mich daran, dieses streng geheime Dokument aufzuspüren. Just in dem Moment, als ich das Handbuch zum Greifen nah wähnte, erkannte ich, dass ich meinen eigenen Schatten verfolgt hatte. Und nun verfolgt mein Schatten mich.
Melvin Moti
The Magic Manual, Studio 3, 19.01 – 04.02.2007,
Eröffnung: Donnerstag, 18. Januar 2007, 19 Uhr
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25.01.2007 - Open Studios mit Ursula Berlot, Mladen Bizumic, Wim Catrysse, Zoya Cherkassky, Anita di Bianco, Hadley/Maxwell, Lisa Jonasson, Yunho Kim, Lynne Marsh, Adriana Molder, Nicolás Robbio, Tom Sandberg, Natascha Stellmach, Suzuki Takahiro und Bas Zoontjens.
Die ebenfalls in Bethanien ansässige Druckwerkstatt im Bildungswerk des BBK und der Kunstraum Kreuzberg/ Bethanien werden am Abend des 25. Januar gleichfalls ein attraktives Ausstellungs- und Führungs-Programm anbieten.
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Die Ausstellung "normal love / precarious sex. precarious work" geht von den Fotografien und Texten der 'maid of all work' Hannah Cullwick aus, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in London entstanden. Ausgehend von ihren historischen Selbstinszenie- rungen klassen- und geschlechtdurch- querender Sexualität sind die beteiligten KünstlerInnen eingeladen, sich mit dem Zusammenhang von Sexualität und Arbeit zu beschäftigen. Die Ausstellung fragt dabei, ob sich Hannah Cullwick Sehnsüchte und Selbstdarstellungs- weisen heute im Feld der Arbeit womöglich als paradoxe und keineswegs freiwillige Anforderung verallgemeinert haben.
Mit Hannah Cullwick und Laura Aguilar, Oreet Ashery, Pauline Boudry, Alexandra Croitoru, Ines Doujak, Ghazel, Runa Islam, Kai Kaljo, Deborah Kelly/Tina Fiveash, Stefan Hayn, Klub zwei (Simone Bader, Jo Schmeiser), Ins A Kromminga, Zoe Leonard, Marth, Karin Michalski/Sabina Baumann, Tracey Moffat, Christian Philipp Müller, Henrik Olesen, Adrian Piper, Carole Roussopoulos/ Delphine Seyrig, Runa Islam, Del Lagrace Volcano, Gillian Wearing
Normal Love - Precarious Sex. Precarious Work, Studio 1, 19.01 – 04.03.2007,
Eröffnung: Donnerstag, 18. Januar 2007, 19 Uhr
Am Eröffnungsabend: Queer Guided Tour 19.30 – 20 Uhr - 19.1., 18 Uhr: Guided Tour mit José Esteban Muñoz und Judith Jack Halberstam - 19.1., 19 Uhr: Vortrag von José Esteban Muñoz und Judith Jack Halberstam - 20. + 21.1., 19 Uhr: Filmreihe normal work, kuratiert von Brigitta Kuster und Karin Michalski
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