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Network Baltic ist ein 2002 gegründetes internationales
Netzwerk von Künstlern und Kunstinstitutionen aus der baltischen
Region, das sich auf das Genre Grafik konzentriert. Network Baltic
kombiniert reale und virtuelle Ausstellungen und organisiert seit
2002 ein kontinuierliches Programm aus Workshops, Seminaren, Publikationen
und Ausstellungen, das bis 2005 fortgeführt werden soll.
Das Künstlerhaus Bethanien, Partnerinstitution von Network
Baltic, zeigt im Studio 238 Arbeiten von Künstlern, die im
Rahmen von Network ausgezeichnet worden sind. Ausgewählte Werke
der Preisträgerinnen 2003 Märit Aronsson (Norwegen), Patricija
Brekte (Lettland) und Caroline Lund (Deutschland) werden durch Werke
der deutschen Zweitplatzierten Klaus Jörres und Vlado Velkov
ergänzt.
Außerdem finden im Vorfeld der Ausstellungseröffnung
Vorträge ausgewiesener Experten zu verschiedenen Modellen privater
Kunstförderung durch Unternehmen statt, statt, an denen Anders
Ström (Projektleiter Grafikens Hus, Mariefred), Elfriede Buben
(Philip Morris Kunstförderung, München) und Dr. Ilona
Muráti-Laebe (Schering Stiftung, Berlin) teilnehmen werden.
(Vorträge in englischer Sprache, Eintritt
frei: Donnerstag, 11. Dezember 2003, 16 - 19 Uhr, Clubraum in der
Verwaltungsetage des Künstlerhauses, 3. Obergeschoss)
Öffnungszeiten der Ausstellung:
siehe rechts
Die Abbildung zeigt eine Arbeit von Klaus Jörres.
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Heman Chongs neue Werkreihe The Silver Sessions ist ein
Richtungswechsel in der multidisziplinären Arbeit des Künstlers.
In sieben Einzelobjekten wird ein Dialog mit dem Rezipienten aufgebaut
und das Phänomen der Zeitgebundenheit und des Transitorischen
der Arbeitssituation vermittelt, wie Heman Chong sie während
seiner zwölfmonatigen artist residency in Berlin erlebt
hat. Die einzelnen Arbeiten widmen sich dabei ganz unterschiedlichen
Aspekten der zeitgebundenen und zeitlich begrenzten Rolle eines
artist in residence: sie handeln von Inititation und Erkenntnis,
von institutionellen Missständen oder dokumentieren künstlerische
Arbeitsergebnisse, die überstrapaziertem Computerequipment
zu verdanken sind. Nach der Installation des Schweiter Künstlerduos
Relax im November rückt so erneut der Zustand und Status der
Institution selbst in den Blick. Heman Chong, ein Experte für
die Analyse und Unterminierung der institutionellen Erwartungen
an Kunst und Künstler, fragt erneut nach Position und Funktion
des künstlerischen Auftrags in der Gesellschaft.
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Louise Paramors Ausstellung „Off-cuts“ ist
ein Projekt, das Materialreste ihrer vorhergehenden Ausstellung
„immer dein“ nutzt, um sie in einen neuen, abstrakt
verselbständigten Schaffensprozess zu überführen.
Die bei der Herstellung früherer Collagen angefallenen Papierreste
in „speed collages“ oder „blind collages“
– wie die Künstlerin selbst diese Arbeiten charakterisiert
– verwandelt. Das Arbeitsergebnis wird dabei – im Rahmen
der Beschränkungen durch die Form des Wandbilds – nahezu
ausschließlich durch das Rohmaterial bestimmt.
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Gerson Bettencourt Ferreira mischt die subjektive
Perspektive der Porträtanalyse mit Elementen einer soziologischen
Recherche. Er selbst nennt seine Methode "empathisch".
Was aus dieser "Einfühlung" aber entsteht, ist
eine repräsentative ästhetische Stichprobe des Berliner
Vereinslebens.
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Die Einzel- und Gruppenporträts spiegeln nicht
nur den einzelnen Protagonisten, sondern auch die Details und
Besonderheiten des Breitensports wieder. "Bettencourt Ferreiras
Bilder geben uns ein Stück metropolitaner Ursprünglichkeit
in angenehm ironiefreien Bildern von wunderbarer Menschlichkeit
zurück. Gegen den gehetzten Optimismus der Sieger werden
winzige Nuancen spiel- und auseinander-
setzungsfreudiger Individualität gesetzt. Von Biederimage
keine Spur." (Christoph Tannert, Katalog)
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Alle Ausstellungen:
12. – 28. Dezember 2003, am 24.12. geschlossen,
Öffnungszeiten sonst während der Feiertage unverändert:
Mittwoch bis Sonntag, 14 – 19 Uhr)
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