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 Ausstellungen

Freunden der historischen Aufführungspraxis präsentieren wir mit Richard Graysons neuestem Werk eine möglicherweise schmerzvolle musikalische Herausforderung. Schließlich hat sich der britische Künstler an einem kulturellen Heiligtum zu schaffen gemacht und legt eine Country- und Western-Neubearbeitung des Händelschen „Messias“ vor. Grayson interessiert sich dabei vor allem für das Libretto, das eine messianische Bibelinterpretation propagiert, die im Kontext der Country-Bearbeitung wie eine Anspielung auf konservative amerikanische Politiktraditionen erscheint. 4. – 20. Juni 2004
Jan Zakrzewski hat sich zum Ziel gesetzt, die Beziehungen zwischen Polen und Deutschland in ihrer ganzen, noch immer von vielerlei Emotionen geprägten Komplexität zu durchleuchten. Der große Abstand, den er zu seinem Heimatland gewonnen hat – er lebt seit zwanzig Jahren in den USA – erlaubt ihm, einen unver-
krampften Blick außerhalb der existierenden Stereo-
typen auf das deutsch-polnische Verhältnis zu werfen und die beiden Länder im Kontext einer jahrhundertealten europäischen Geschichte zu betrachten.
Zakrzewski Installation konfrontiert den Besucher mit politischen und nationalen Zitaten und Slogans aus der Vergangenheit. Der Künstler hat den Raum symbolisch in zwei Hälften geteilt: auf der einen Studioseite repräsentiert er Deutschland, auf der anderen Polen. Einander gegenüberliegende Spiegel, zwischen denen der Besucher hindurch geht, reflektieren die darauf angebrachten polnischen und deutschen Zitate. Dem Betrachter wird also ein spiegel-
verkehrter Blick mit vertauschten Identitäten auf die „typische“ Identität der Nationen angeboten.
Darüberhinaus wandelt Zakrzewski die histori-
schen und politischen Fakten in Abstraktionen um. Dabei kann das Publikum nicht nur auf symbolisch auf der polni-
schen Grenze entlang-
schreiten. Es kann auch in der Apsis des Ausstel-
lungsraums einen „deutsch-polnischen“ Sternenhimmel betrach-
ten, eine Einheitser-
fahrung zwischen den verschwimmenden Fakten der national-politischen Identität.


noch bis zum 30. Mai 2004, Studio 1
Operation Swanlake ist die Dokumentation einer Forschungsmission des Londoner Institute of Militronics and Advanced Time Interventionality (IMATI) und dessen Mitarbeiterin Rosalind Brodsky, die Suzanne Treister dem Berliner Publikum präsentiert. IMATI ist ein Regierungs-
institut, das Zeitreise-Technologien entwickelt und ihre Anwendung für militärische Zwecke erprobt. Um eine völlig neuartige Hardware-Generation zu entwickeln werden bei Operation Swanlake alle denkbaren Resourcen mobilisiert, die offenbar auch synästhe-
tische Forschungsansätze einschliessen und kulturhistorische Materia-
lien zum Einsatz bringen.
Das Publikum kann sich in der Ausstellung deshalb nicht nur über Verbin-
dungen zwischen militäri-
schen Schiffbautechniken und dem Werk Richard Wagners informieren. Es sieht sich ganz allgemein mit den militärischen Imperativen unserer Zivilisation konfrontiert.
Während die Betrachter noch den phantastischen Fiktionen folgen, mit denen die in London geborene und in Berlin lebende Künstlerin Suzanne Treister sie überrascht, befinden sie sich auf diese Weise unvermittelt im Zentrum aktueller politischer Realitäten, die sie ge-
meinsam mit Treisters Alter Ego Rosalind Brodsky in neuen Perspektiven sehen.

4. – 20. Juni 2004

Performances und Aktionen, Fotogra-
fie, Multimedia-
Installation, Musik und Text – die Viel-
falt künstlerischer Techniken und Methoden, mit denen Genesis
P-Orridge seit dreißig Jahren die Kunst näher an das Leben heranführen will, ist beeindruk-
kend. Die Attacken, mit denen der in New York lebende Künstler gegen Establishment, Spießertum und gesellschaftliche Unbeweglichkeit schließen Extrem-
performances ebenso wie Pionier-
leistungen auf dem Gebiet der Industrial Music ein. Und wenn der „cultural engineer“ P-Orridge im Londoner ICA Skulpturen aus be-
nutzten Tampons errichtet, gerät die erregungsbereite Öffentlichkeit in Aufruhr.

Das Künstlerhaus Bethanien freut sich besonders, ein Jahr nach der ersten großen Ausstellung zum künstlerischen Gesamtwerk von Genesis P-Orridge in London mit „Painful But Fabulous“ nun auch in Berlin einen Einblick in das umfangreiche Schaffen des fast schon legendären Künstlers zeigen zu können.

Als besonderes Highlight des Abends wird Harald Fricke am 3. Juni ab 21 Uhr unter dem Motto „Disco-
Wreckage – acoustic travel through industrial landscapes, 1976-2004“ ein Special Feature in der Ausstellung präsentieren.

4. – 20. Juni 2004

Die Buchdokumenta-
tion Painful But Fabu-
lous zu P-Orridges Lebenswerk ist bei Soft Skull Press, New York erschienen und kann während der Dauer der Ausstellung im Künst-
lerhaus Bethanien er-
worben werden.
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01.03.2012
Eröffnung/Opening:
Gabrielle de Vietri
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Eröffnung/Opening:
Xavier Mary
01.03.2012
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Song-Ming Ang
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Eröffnung/Opening:
"Super 8" - artist curated video exhibition
01.03.2012
Eröffnung/Opening:
ZUSPIEL/ Robert Lippok
Der Umzug des Künstlerhauses Bethanien wurde ermöglicht durch:

Impressionen vom neuen Standort:

Halleluhwah! Hommage à CAN


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