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 Ausstellungen
Bei dem Wort Liebe kommt uns ein ganzes Spektrum von Vorstellungen in den Sinn. Es reicht von kitschigen Werbestrategien über unsere intimsten Erfahrungen bis zu Filmbildern, die sich wie kulturelle Ikonen in unserem kollektiven Gedächtnis anreichern. Liebe ist ein Patchwork. Darum ist jede Ausstellung über die Liebe ein Fragment.
Montse Badia, im vergangenen Jahr Stipendiatin des Philip Morris Kuratorenprogramms, hat deshalb eine berühmte Fragmentsammlung zur Grundlage ihres kuratorischen Projekts gemacht und ihr Filmprogramm "Depicting Love" an Roland Barthes "Fragmente einer Sprache der Liebe" angelehnt. Barthes Klassiker umkreist die Liebe wie ein Lexikon in alphabetisch geordneten Einträgen und entwickelt von ihr so ein ebenso persönliches wie theoretisches Bild.
"Depicting Love" versammelt in Anlehnung an Barthes philosophisches Experiment rund zwanzig Videoarbeiten und sieben Spielfilme aus verschiedenen Zeiten und Kontexten und ordnet sie nach sieben Begriffen aus den "Fragmenten einer Sprache der Liebe" an: Bejahung, Begegnung, Brief, Zeichen, Unerträglich, Unbegreiflich, und Erwartung. An sieben aufeinanderfolgenden Tagen kann das Publikum die Fragmente zu einer eigenen Sprache der Liebe verknüpfen. >> Künstlerliste und Programm

EiszeitKino Berlin 17.06.04 - 23.06.04, 20 Uhr. Zeughofstraße 20, 10997 Berlin - Info und Kartenreservierung: 030. 611 60 16 Premiere: Donnerstag, 17. Juni 2004, 20 Uhr

Abbildung: Le mariage d’Alex, 2003 (Regie: Jean-Marie Teno)
Freunden der historischen Aufführungspraxis prä-
sentieren wir mit Richard Graysons neuestem Werk eine möglicherweise schmerzvolle musikalische Herausforderung. Schließ-
lich hat sich der britische Künstler an einem kul-
turellen Heiligtum zu schaffen gemacht und legt eine Country- und Western-Neubearbeitung des Händelschen „Messias“ vor. Grayson interessiert sich dabei vor allem für das Libretto, das eine messianische Bibel-
interpretation propagiert, die im Kontext der Country-Bearbeitung wie eine Anspielung auf konservative amerika-
nische Politiktraditionen erscheint.
Herausgelöst aus der musikalischen Struktur der Händel-Oper scheint der Text des Engländers Charles Jennens plötzlich von gänzlich anderen sozialen, politischen und religiösen Umständen zu erzähleen. Die Musik evoziert nun Klischees der weißen Südstaaten-Kultur und kommentiert so jüngste Verbindungen konservativer Ideologie und republikanischer Gesinnungstreue mit einem neuen religiösen Eiferertum in den USA. Vor dem Hintergrund aktueller Weltuntergangshysterien hinterfragt Graysons so die beunruhigende Annäherung zwischen politischem Establishment und extremkonservativen religiösen Gruppierungen, die zunehmend Einfluss auf die Politik gewinnen.


noch bis zum 20. Juni 2004
Operation Swanlake ist die Dokumentation einer Forschungsmission des Londoner Institute of Militronics and Advanced Time Interventionality (IMATI) und dessen Mitarbeiterin Rosalind Brodsky, die Suzanne Treister dem Berliner Publikum präsentiert. IMATI ist ein Regierungs-
institut, das Zeitreise-Technologien entwickelt und ihre Anwendung für militärische Zwecke erprobt. Um eine völlig neuartige Hardware-Generation zu entwickeln werden bei Operation Swanlake alle denkbaren Resourcen mobilisiert, die offenbar auch synästhe-
tische Forschungsansätze einschliessen und kulturhistorische Materia-
lien zum Einsatz bringen.
Das Publikum kann sich in der Ausstellung deshalb nicht nur über Verbin-
dungen zwischen militäri-
schen Schiffbautechniken und dem Werk Richard Wagners informieren. Es sieht sich ganz allgemein mit den militärischen Imperativen unserer Zivilisation konfrontiert.
Während die Betrachter noch den phantastischen Fiktionen folgen, mit denen die in London geborene und in Berlin lebende Künstlerin Suzanne Treister sie überrascht, befinden sie sich auf diese Weise unvermittelt im Zentrum aktueller politischer Realitäten, die sie ge-
meinsam mit Treisters Alter Ego Rosalind Brodsky in neuen Perspektiven sehen.

noch bis zum 20. Juni 2004

Performances und Aktionen, Fotogra-
fie, Multimedia-
Installation, Musik und Text – die Viel-
falt künstlerischer Techniken und Methoden, mit denen Genesis
P-Orridge seit dreißig Jahren die Kunst näher an das Leben heranführen will, ist beeindruk-
kend. Die Attacken, mit denen der in New York lebende Künstler gegen Establishment, Spießertum und gesellschaftliche Unbeweglichkeit schließen Extrem-
performances ebenso wie Pionier-
leistungen auf dem Gebiet der Industrial Music ein. Und wenn der „cultural engineer“ P-Orridge im Londoner ICA Skulpturen aus be-
nutzten Tampons errichtet, gerät die erregungsbereite Öffentlichkeit in Aufruhr.

Das Künstlerhaus Bethanien freut sich besonders, ein Jahr nach der ersten großen Ausstellung zum künstlerischen Gesamtwerk von Genesis P-Orridge in London mit „Painful But Fabulous“ nun auch in Berlin einen Einblick in das umfangreiche Schaffen des fast schon legendären Künstlers zeigen zu können.

Als besonderes Highlight des Abends wird Harald Fricke am 3. Juni ab 21 Uhr unter dem Motto „Disco-
Wreckage – acoustic travel through industrial landscapes, 1976-2004“ ein Special Feature in der Ausstellung präsentieren.

noch bis zum 20. Juni 2004

Die Buchdokumenta-
tion Painful But Fabu-
lous zu P-Orridges Lebenswerk ist bei Soft Skull Press, New York erschienen und kann während der Dauer der Ausstellung im Künst-
lerhaus Bethanien er-
worben werden.
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01.03.2012
Eröffnung/Opening:
Gabrielle de Vietri
01.03.2012
Eröffnung/Opening:
Xavier Mary
01.03.2012
Eröffnung/Opening:
Song-Ming Ang
01.03.2012
Eröffnung/Opening:
"Super 8" - artist curated video exhibition
01.03.2012
Eröffnung/Opening:
ZUSPIEL/ Robert Lippok
Der Umzug des Künstlerhauses Bethanien wurde ermöglicht durch:

Impressionen vom neuen Standort:

Halleluhwah! Hommage à CAN


BE Magazin 18
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