KÜNSTLERHAUS

BETHANIEN

Künstler

Emma W. Howes

Kanada-Québec

Ankyloglossia (n.Tongue-tie) 2013, Detail einer Mixed-Media-Installation: entomology pins, pinning block, digital-print limbs, Courtesy Emma W. Howes, Foto: Kai Meyer

Emma Waltraud Howes’ Arbeitsprozess ist von ihrer Bewunderung für das Theater des Absurden geprägt. Ihre Projekte nehmen die Form komplexer gestischer Choreographien an, die von ihrem Background in Tanz und Performance-Theorie sowie ihrer akademischen Ausbildung als bildende Künstlerin zeugen. Ihre prozessorientierte Recherche wird von Beobachtungen zeitgenössischer Gesten und ihrer Entstehungsgeschichte geleitet und stellt sich als choreographierte multiple Rekonfigurationen des Körpers dar.

Die greifbaren Körper in ihrer Arbeit können, ähnlich wie ihre materiellen Objekte, als „Darsteller“, als emphatische Subjekte gesehen werden, die die Bestimmung unserer Dysfunktionen artikulieren. Howes formuliert diese Elemente im Sinne einer Versöhnung der Gegensätze von Körper und Geist als optimistischen Vorschlag für eine stufenweise Veränderung. Ihrem Interesse an formbaren Grenzen folgend inkoporiert Howes Bewegung, Collage, Skulpturen, Zeichnungen und Videos in Live-Performances und interdisziplinären Installationen.